

Entspannt sitzt sie auf ihrem Hochsitz, umgeben und gut geschützt durch Blätter. Ab und zu zwinkert die Luchsdame mit einem Auge oder bewegt ein Ohr, ansonsten lässt sie sich durch nichts aus der Ruhe bringen, auch nicht durch die vielen Zuschauer am Gehege. Seit Montagabend ist sie im Pforzheimer Wildpark und soll künftig Luchsmännchen Kasimir Gesellschaft leisten. Sie ist ein Jahr alt, kommt aus dem Nordharz und wurde vom Förderverein des Wildparkes gekauft.
„Kasimir hat sie gleich gerochen, als sie ankam“, erzählt Wildpark-Leiter Carsten Schwarz. Dennoch: Als am Dienstagvormittag die Verbindungstür zwischen den beiden Luchsen geöffnet wird, ist ihr Zusammentreffen alles andere als stürmisch. Kasimir lässt sich nicht dazu bewegen, die neue Frau an seiner Seite zu begrüßen. Erst als die Zuschauer weiter ziehen, geht er durch die Schleuse zu ihr hinüber.
Doch dann ignoriert sie einfach: Während die Luchsdame auf ihrem Aussichtsplatz sitzen bleibt, setzt sich Kasimir auf den Boden – mit dem Rücken zu seiner neuen Gefährtin. „Ich glaube, die beiden brauchen noch etwas Zeit“, vermutet Schwarz. Von der Möglichkeit, dass die beiden sich gar nicht riechen können, will er noch nicht ausgehen. Carolin Ulbrich





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