

Laufen, soweit einen die Füße tragen: Beim siebten Nordic Walking-Marathon hatten rund 400 Teilnehmer die Gelegenheit, Pforzheim und den Enzkreis bei einer sportlichen Wanderung kennenzulernen. Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte, so waren die Nordic Walker selbst aus Hessen und aus Bayern angereist, um sich die alljährliche Veranstaltung nicht entgehen zu lassen.
„Je nach Schwierigkeitsgrad und körperlicher Verfassung haben wir unterschiedliche Routen vorgesehen“, erklärt Beate Breitkopf aus Straubenhardt. Gemeinsam mit 20 weiteren Nordic Walking-Trainern war sie auch in diesem Jahr wieder für die Organisation des Marathons verantwortlich. 42, 21, zehn und fünf Kilometer lang seien die einzelnen Strecken, die die Teilnehmer vom Ausgangspunkt der Wilferdinger Höhe unter anderem nach Ersingen, Stein und ins Gengenbachtal führten. „Vor allem die elastische Beschaffenheit des Bodens ist dabei von großer Bedeutung“, erläutert Breitkopf, weshalb der Weg zumeist über Felder und durch Waldgebiete führen würde. Dem Sport selbst kann die Instruktorin nur gute Aspekte abgewinnen: „Neben der Stärkung des Herz-Kreislaufs und der Muskulatur wird vor allem die körperliche Ausdauer trainiert.“ Kein Stress, kein Zeitdruck, dafür eine Selbstregulierung des individuellen Tempos werden als weitere Merkmale genannt.
Dass der Erlös der Veranstaltung einem wohltätigen Zweck zugeführt werden soll, sei mehr als nur ein angenehmer Nebeneffekt, wie Breitkopf betont: Bislang konnten mehr als 7000 Euro eingenommen werden, und auch dieses Mal soll finanzielle Gewinn an die Aktion „Menschen in Not“ der Pforzheimer Zeitung gehen.
Ein prominenter „Mitläufer“ ist Mario Karcher, ebenfalls aus Straubenhardt, der schon dreimal den sogenannten „Iron Man“-Wettkampf auf Hawaii absolvieren durfte. Der leidenschaftliche Triathlet betreibt seit 2006 Nordic Walking und ist schlichtweg begeistert: „Über den Skilanglauf bin ich dazu gekommen, was für mich mittlerweile die ideale Ergänzung zu meinen anderen Sportarten Schwimmen, Laufen und Radfahren ist.“
Sogar die kreative Variante, im Sommer Nordic Walking-Stöcke mit Inline-Skates zu kombinieren, hat er schon getestet. „Vor allem, dass man diesen Sport praktisch überall betreiben kann – in der Großstadt genauso wie am Strand oder in den Bergen – macht den ungemeinen Reiz aus“, meint Karcher. Zudem ließen sich damit überschüssige Pfunde reduzieren sowie gegen die allgemeine Bewegungsarmut angehen, so der Leistungssportler weiter.
Autor: Alexander jähne | pforzheim






Das lesen Abonnenten am Dienstag in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":




