

PFORZHEIM. Es war eine spektakuläre Aktion, als der Gesamtelternbeirat den Antrag auf Zwangsverwaltung der Stadt stellte. Jetzt sind die Wogen zwischen OB und den Eltern wohl geglättet, und die Nordstadtschule kann hoffen.
In der Pressemitteilung, die das Pforzheimer Rathaus am Dienstag versandte, war der Tenor ein anderer: Eigentlich ging es darum, dass sich Oberbürgermeister Gert Hager (SPD) und die Mitglieder des Gesamtelternbeirats in einem rund dreistündigen Gespräch in der Weiherbergschule ausgesprochen hätten. Die Wogen zwischen Verwaltung und Eltern seien geglättet, war dort zu lesen. Zur Erinnerung: Vor rund zwei Wochen hatte der Vorstand der Elternvertreter beim Regierungspräsidium Karlsruhe den Antrag auf Zwangsverwaltung der Stadt gestellt. Ein Antrag, der zwar keine Chancen auf Berücksichtigung finden wird, aber dennoch beim Oberbürgermeister auf Unverständnis stieß.
Hager kam freilich zu dem Treffen nicht mit leeren Händen: Er versprach, dass „wir den Ausbau der Nordstadtschule zur Ganztagsschule realisieren wollen“. Konkret bedeutet dies, dass die Stadtverwaltung eine Beilage erarbeitet hat, in der laut Hager die Sanierung des Südflügels mit neuer Mensa für rund zwei Millionen Euro angestrebt wird.
„Das verbuchen wir als unseren Erfolg“, sagte gestern Frank Greisiger, Vorsitzender des Gesamtelternbeirats auf PZ-Anfrage. Allerdings ist er nicht komplett mit dem Ergebnis der Aktion zufrieden: Schließlich wird wohl laut Greisiger die Probleme mit dem Schimmel sowie der Sanierung der Toilettenanlage in der Nordstadtschule nicht behoben. Außerdem wird laut dem Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats „in Sachen der Insel-Grundschule nichts passieren“. Für ihn ist es „frustierend, wenn an dieser Stelle gekürzt wird“.
Außerdem hofft der Elternvertreter, dass die Stadtverwaltung die Kosten für die Sanierung des Neuen Rathauses in Höhe von 13 Millionen transparent machen wird.
Beide Seiten werden laut Pressemitteilung den „aufgenommenen Gesprächsfaden weiterführen“. Und auch Hartmut Wagner, ehemaliger Vorsitzende des Gesamtelternbeirats, ist der Ansicht, dass „in Zukunft nur gemeinsam an dem Ziel gearbeitet werden kann“.
Elternvertreter Greisiger stellte indes auch klar, dass er die Aufgabe des Gesamtelternbeirats in der Lobbyarbeit für Schüler, Eltern und deren Schulen ansieht. „Das ist unser Job.“ Übrigens: Weitere Aktionen sind geplant.
Autor: Dorothee Messmer





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Leserkommentare (1)
Mehr KommentareHa ha, die Ganztagesschule war ja schon lange abgemachte Sache, dass jetzt der Elternbeitrag das als Erfolg verkaufen will ist doch nur ein Witz? mehr...