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24.01.2011

Ohne Spenden geht nichts bei der Vesperkirche

PFORZHEIM. Die Vesperkirche hat am Sonntag 575 Essen ausgegeben. Ein Rekord. Die Finanzierung des Projekts über vier Wochen ist nur möglich, weil viele Firmen und Privatleute spenden oder Kuchen und Kaffee vorbeibringen.Ein Auto voller Kuchen: Am vergangenen Sonntag zum Auftakt der Armenspeisung fuhr ein ehemaliger Mitarbeiter vor und brachte 25 Kuchen aus dem Elsass zur Stadtkirche.

Er hatte in seinem Dorf zum Backen für einen guten Zweck aufgerufen. Ein anderer Privatmann bringt seit Jahren schon 40 Kilo Kaffee vorbei. Und da sind noch die 17 Bäckereien, die regelmäßig Brot und Stückchen abgeben und die beiden Brauereien, die die alkoholfreien Getränke jedes Jahr im Wechsel spenden. In dieser Woche hat sich eine Pforzheimer Metzgerei bereit erklärt, etwa 100 Kilo Wurst zu liefern. „So vielfältig können Sachspenden aussehen“, sagt Organisatorin Maria Trautz. Mit mindestens 95 000 Euro Kosten rechnet sie in diesem Jahr. Das angelieferte warme Essen jeden Tag will bezahlt sein, die Zutaten für die Vespertüte, die jeder für den Nachhauseweg bekommt mit Brot, Butter, Käse, Wurst und Obst. 50 Ehrenamtliche sorgen täglich für den reibungslosen Ablauf, 150 Schüler werden in den vier Wochen beim Brötchen schmieren, Spülmaschine einräumen und Kaffee kochen helfen. Die Besucher, die es sich leisten können, zahlen einen Euro fürs warme Mahl. Ansonsten kann sich jeder mit belegten Broten und Kuchen umsonst sattessen und eine Vespertüte mitnnehmen. mof