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18.04.2014

PZ-Appell für mehr Sicherheit: offener Brief an Reinhold Gall

Schon der Gedanke daranlässt einen erschaudern: Bei der Heimkehr steht die Wohnungstüre offen, Schränke sind aufgerissen, Schubladen durchwühlt. Schnell ist klar: Hier war ein Einbrecher am Werk. Die Furcht vor Diebesbanden ist nach den jüngsten Einbruchsserien gestiegen. Denn die Aufklärungsquote ist trotz der Festnahmen in der vergangenen Woche gering – 2013 lag sie in der Region bei 6,5 Prozent. Daher wendet sich die PZ mit einem offenen Brief an Innenminister Reinhold Gall (SPD).

Im Kern geht es dem Geschäftsführenden Verleger Thomas Satinsky und Chefredakteur Magnus Schlecht in dem hier abgedruckten Schreiben um eines: mehr Sicherheit für die Bevölkerung. Deutlich wird im Brief aber auch, dass es mehrere mögliche Gründe für den Anstieg der Einbruchszahlen gibt: von der Besetzung der Polizeiposten bis zur EU-Erweiterung. So können die offenen Ost-Grenzen nicht alleine für die Kriminalität verantwortlich sein: 2012 kamen im Land 103 Einbruchs-Tatverdächtige aus Italien und nur halb so viele aus Rumänien oder Polen – und 2327 aus Deutschland. Häufig reisen Diebe illegal oder mit einem Touristenvisum ein. So war es auch bei vielen Georgiern, die zuletzt in der Region festgenommen wurden.

Von Beschwerden über die Umsetzung der Polizeireform berichtete gestern FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke in einer Pressemitteilung. Mehrere Beamte hätten sich an ihn gewandt, die sich bei der Besetzung von Führungspositionen übergangen fühlten. Konkret nannte er das Revier Neuenbürg, die Autobahnpolizei und die Verkehrspolizei Pforzheim.

Jetzt anschauen: Offener Brief von Thomas Satinsky und Magnus Schlecht an den Innenminister Reinhold Gall

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