Elfmeterschießen in München. Die englische Schicksalsdisziplin. PZ-Sportredakteur Martin Mildenberger hatte es nach 75 Spielminuten kommen sehen. Ebenso die Mehrzahl seiner Kollegen, die mit ihm auf der Pressetribüne unterm Dach der Allianz-Arena das „Finale dahoam“ live verfolgen. Und sie alle mussten zittern. Doch die Geschichte wiederholt sich nicht immer. FC Chelsea gewinnt durch das Elfmetertor von Didier Drogba die Champions League.
{element}Nach 83 Minuten köpfte Thomas Müller das 1:0 für Bayern München. In der 88. Minute gleicht Didier Drogba für den FC Chelsea ebenfalls per Kopf aus. Danach wollte in der Verlängerung kein Tor mehr fallen, auch wen die Bayern Chancen hatten. Doch zu viele dieser Chancen wurden leichtfertig vertan. Die beste hatte Arjen Robben. Doch sein Elfmeter war schwach geschossen – genau in die Hände des Chelsea-Torhüters.
{element}„Alle Kollegen sind konsterniert und kauen auf den Fingernägeln“, brüllt Mildenberger ins Handy. Im Hintergrund hört man die Fans. Wenn der Kollege am Sonntag in die PZ-Redaktion kommt, muss er heiser sein. „Wir hoffen alle darauf, dass die Engländer sich treu bleiben und im Elfmeterschießen versagen.“ Dann bricht die Verbindung ab.
{element}Aber es gibt ja noch das Fernsehen. Millionen Menschen zittern mit. Wahnsinn. Manuel Neuer hält und trifft als Torschütze. Nur gut, dass Robben nicht antritt. Aber Bastian Schweinsteiger macht es nicht besser. Er trifft den Pfosten. Nach ihm kommt Didier Drogba. Und er trifft. Chelsea gewinnt das "Finale dahoam".
{element}Dann trudelt das letzte SMS von Kollege Mildenberger ein. "Geiles Spiel gesehen. Trotzdem. Tschüss."


