



PFORZHEIM. Bekannt war der Wildpark den rund 30 Teilnehmern der PZ-Sommeraktion „Schau mal, wo du lebst“ allemal. Doch gestern kamen sie ein Stückchen näher als sonst üblich an Tiere und Technik heran.
„Darauf können wir richtig stolz sein“, sagte Wildparkleiter Carsten Schwarz, als er die Besucher zum Ottergehege – dem neuen Herzstück der Einrichtung – führte. Zum Morgenappell wagte sich zwar nur eines der drei Weibchen nach draußen, doch dieses erwartete ein ganzer Eimer voller Futter, das die beiden Kinder Josua und Pia zusammen mit Tierpflegerin Maja Rosenberg in das Otter-Reich brachten. Die PZ-Leser erfuhren nicht nur, dass das dichte Fell der possierlichen Tierchen aus 80 bis 100 Millionen Haaren besteht. Sie lernten auch einiges über deren Zucht und ihre Futtervorlieben. Schwarz gewährte den Teilnehmern der PZ-Sommeraktion anschließend einen exklusiven Einblick in die Technikräume, in denen das Wasser für das Gehege gefiltert und gereinigt wird. Er erklärte außerdem, was die 15 Mitarbeiter und die vielen Helfer an ihrem Arbeitstag im Wildpark zu tun haben.
Einen Schritt weiter als sonst durften die PZ-Leser an die Elche herantreten. Schwarz öffnete ihnen den Vorraum des Geheges, in dem Weidenzweige zum Füttern bereitstanden. Manch einer traute sich sogar, einmal über die große, weiche Schnauze der braunen Riesen zu streicheln. „Der Elch ist für uns die teuerste Tierart, weil seine Haltung sehr aufwendig ist“, erläuterte Schwarz.
Der Wildparkleiter testete zwischendurch immer wieder einmal das Wissen seiner Zuhörer und verteilte für jede richtige Antwort Gummibärchen. Ähnlich auch bei den Wildschweinen: Nachdem die Rotte auf das laute Rufen der Kinder im Schweinsgalopp angerannt war, galt es, die hungrigen Mäuler zu füttern. Wer sagen konnte, was sich in Schwarz’ Eimer befand, der durfte dieses an die Tiere weitergeben. Und auch wenn dies tote Ratten oder Küken waren – die Kinder hatten keinerlei Scheu und packten eifrig mit an.
Zum Wildparkbesuch gehörte natürlich auch ein Besuch bei Luchs und Waschbär, und auf dem Kinderbauernhof wurde im wahrsten Sinne des Wortes die Sau rausgelassen. Schwarz erklärte außerdem, wie Tiere mit einem Blasrohr betäubt werden. Nebenher wurde eifrig fotografiert, um den besonderen Ausflug festzuhalten – denn der machte Lust auf einen weiteren Besuch.
Autor: daniela huber





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