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Zu  eng:   Die Klassenzimmer im Hilda-Gymnasium entsprechen nicht den Vorstellungen von modernem Unterricht. Davon überzeugten sich die Teilnehmer der PZ-Sommeraktion bei ihrem Rundgang.
Zu eng: Die Klassenzimmer im Hilda-Gymnasium entsprechen nicht den Vorstellungen von modernem Unterricht. Davon überzeugten sich die Teilnehmer der PZ-Sommeraktion bei ihrem Rundgang.
© Ketterl
Blick über die Baustelle:  Die Teilnehmer der PZ-Sommeraktion staunen über den entstehenden Rohbau.
Blick über die Baustelle: Die Teilnehmer der PZ-Sommeraktion staunen über den entstehenden Rohbau.
Zum Gruseln in den Keller:   Gerhard Biehmelt, Chef des Gebäudemanagements (Zweiter von rechts), zeigt feuchte Wände und Risse in der Decke.
Zum Gruseln in den Keller: Gerhard Biehmelt, Chef des Gebäudemanagements (Zweiter von rechts), zeigt feuchte Wände und Risse in der Decke.
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PZ-Sommeraktion: Rundgang durchs Hilda-Gymnasium

PFORZHEIM. Fast wie ein Ehemaligen-Treffen mutete sie an: Die PZ-Sommeraktion brachte 22 Interessierten ein Stück Schulgeschichte bei einem Rundgang durchs Hilda-Gymnasium näher. Anfang 2012 wird das Gebäude abgerissen.

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Bildergalerie: PZ-Sommeraktion - 12: Zu Besuch im Hilda-Gymnasium
PZ Sommer Hilda 1.jpg PZ Sommer Hilda 10.jpg PZ Sommer Hilda 11.jpg

Ehrwürdige Schulgeschichte einerseits und gleich daneben die Baustelle auf dem ehemaligen Daubschen Areal an der Kiehnlestraße andererseits, wo das neue Hilda-Gymnasium entsteht. Diesen Kontrast ließen die Teilnehmer der PZ-Sommmeraktion bei einem zweistündigen Rundgang auf sich wirken. Viele der älteren Frauen waren im Lauf der über 100-jährigen Geschichte des denkmalgeschützten Hauses selbst Schülerinnen gewesen. Wie Beatrix Frick, die von 1942 bis 1944 die Mädchenschule besuchte.

„Beim Bombenalarm musste ich immer nach Hause, weil wir in der Nähe wohnten und im Luftschutzkeller der Schule nicht genügend Platz war“, erinnert sie sich. Sie war eine begeisterte Schülerin. Doch nach dem Krieg musste sie helfen, dass elterliche Geschäft wieder mitaufzubauen. Die Kriegsschäden am Gebäude (Baujahr: 1906 bis 1915) zeigte der Chef des städtischen Gebäudemanagement, Gerhard Biehmelt, an der Sandsteinfassade. „Die rötlichen Verfärbungen in den Fensterlaibungen stammen vom Feuerbrand.“

Risse in der Kellerdecke

Vor drei Jahren beschloss der Gemeinderat den Abriss der alten Schule. Risse in der Kellerdecke hatten auf ein grundsätzliches Problem aufmerksam gemacht: Alle alten Decken im Südflügel, so Biehmelt, verfügten nicht über die erforderliche statische Sicherheit. Sie auszutauschen wäre extrem aufwendig gewesen, sagt er. Dass die Schule mit dem wilhelminischen Flair nicht mehr zeitgemäß ist, zeigte Schulleiterin Edith Drescher an anderer Stelle. In einem 40 Quadratmeter großen Klassenzimmer können nach heutigem Verständnis nur noch 25 Schüler untergebracht werden. In der Regel sind Klassen aber viel größer. Früher, so erinnerte sich eine Teilnehmerin, habe man dort mit 48 Mädchen Unterricht gehabt. In der große Turnhalle im Nordflügel kann man sich Sport kaum vorstellen. „Sie ist kleiner als das neue Lehrerzimmer“, sagt Drescher.

Bombenangriffe überlebt

Der Gang in den zentralen Luftschutzkeller machte deutlich, wie schlimm ein Bombenangriff gewesen sein muss. Biehmelt zeigte außerdem im Keller auf eine feuchte Außenwand. Ein weiterer Grund für den Neubau. Die Mosaiken, Brunnen und das Kappis-Fries aus der Sporthalle ziehen mit um. Bauleiter Wolfgang Zeller erklärte den Teilnehmern auf der Baustelle gleich nebenan, wie es vorangeht mit dem Neubau. Verzögerungen gab es wegen der Beseitigung giftiger Kohlenwasserstoffe. Ende 2012 soll die neue Schule fertig sein.

Autor: MARTIN SCHAEFER

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