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G. Lichtenberger
G. Lichtenberger
27.01.2016

Pfarrer kritisiert Pläne zu Bürgerwehr im Haidach

Mit Entsetzen und Befremden habe er die Berichte zur angeblichen Bedrohung durch Asylsuchende und sie geplante Bürgerwehr für den Haidach wahrgenommen, schreibt Georg Lichtenberger in einem offenen Brief an die Sozialraumkonferenz Buckenberg-Haidach. Der Pfarrer der Gemeinde St. Elisabeth betont, dass er „alle Befürchtungen und Ängste, die nun so lautstark geäußert werden“, für unbegründet halte.

Wie berichtet, haben am Sonntag zwischen 700 und 800 Menschen überwiegend aus der russischsprachigen Community gegen das angebliche Verschweigen von Gewalttaten demonstriert. „Seit Mitte November sind die 40 jungen Männer hier“, so Lichtenberger über die Bewohner der Asylunterkunft in der Hagenschießstraße. Ihm seien keine Vorkommnisse bekannt, bei denen von den Männern zwischen rund 18 und 45 Jahren aus Gambia, Nigeria, Pakistan und dem Irak eine Bedrohung ausgegangen wäre.

Angesichts der Entwicklungen plant die Stadt eine Infoveranstaltung zur Sicherheit. Sie ist für Freitag, 12. Februar, 19 Uhr angesetzt. Unterdessen kündigt der Organisator der Demonstration, Andreas Fabrizius, an, die Bewohner des Haidach über eine Bürgerwehr abstimmen lassen zu wollen. Wie dies geschehen soll, sei noch offen, so der 29-Jährige.

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