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10.08.2010

Pforzheim erhält keine Leistungen

Das katholische Dekanat Pforzheim erhält keine Dotationen“, antwortet Dekan Bernhard Ihle auf die Frage, welche Summe aus den „Allgemeinen Staatsleistungen“ in der Goldstadt ankommt. Das Dekanat erhalte aber 62 000 Euro pro Jahr aus dem Topf der Kirchensteuer. „Mit diesem Geld wird das Dekanatsbüro, das Schuldekanat und das Jugendbüro finanziert“, so Ihle.

Außerdem würden davon die Telefon- sowie die Familien-, Frauen- und Altenseelsorge bezahlt, erklärt der Dekan weiter und resümiert: „Die Kirchensteuermittel sind jetzt schon knapp bemessen, Einsparungen wurden durch die Dekanatsreform bereits durchgeführt. Ich halte das Geld für sehr gut angelegt.“

Auch das evangelische Dekanat in Pforzheim „erhält keinen direkten Anteil der Staatsleistungen, weil diese in den landeskirchlichen Haushalt fließen“, erklärt Uwe Gepp, evangelischer Oberkirchenrat und Ansprechpartner der Medien innerhalb der evangelischen Landeskirche Baden. Die Gelder würden unter anderem als Beitrag zur Pfarrbesoldung und zur Kirchenverwaltung verwendet.

Auf die Frage, ob er es für denkbar hielte, die Höhe der Zahlungen angesichts der finanziellen Angespanntheit der öffentlichen Haushalte wie des Steuerzahlers (auf Zeit) neu zu überdenken, sagt Gepp: „In Baden-Württemberg gibt es die Besonderheit, dass der Vertrag zwischen dem Land und den Kirchen erst 2007 neu vereinbart wurde und seit April 2008 in Kraft ist. Eine Anpassung ist bei wesentlichen Änderungen der Verhältnisse vorgesehen, die für die Festsetzung des Vertragsinhaltes maßgebend waren. Solche wesentlichen Änderungen sind derzeit nicht zu erkennen.“