60 Millionen Euro mehr als geplant - die Stadt Pforzheim kann sich über einen unerwarteten Geldsegen freuen. Oberbürgermeister Hager will jedoch den aktuellen Sparkurs beibahelten.

Symbolbild: dpa
Pforzheim
Pforzheim hat 60 Millionen Euro mehr in der Kasse
  • Marek Klimanski

Pforzheim. Sprudelnde Gewerbesteuer-Einnahmen und Geld vom Land machen den Verzicht auf höhere Schulden möglich. Selbst Rücklagen sind möglich. OB Gert Hager und Sprecher aller Fraktionen warnen vor einer Abkehr vom Sparkurs.

6o Millionen Euro mehr Einnahmen als erwartet: Soll die Stadt Pforzheim jetzt den Sparkurs einstellen?
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Mit einer frohen Botschaft hat Pforzheims kommissarischer Stadtkämmerer Konrad Weber am Dienstag in der Sitzung des Finanzauschusses aufgewartet. Nach derzeitigem Stand wird die Stadt Pforzheim das abgelaufene Jahr um 60 Millionen Euro besser abschließen als erwartet. Hauptursachen sind Gewerbesteuer-Nachzahlungen für die Jahre zuvor, als viele Firmen ihre Steuerzahlungen angesichts der Finanzkrise zu stark gedrosselt hatten. Hinzu kamen höhere Zuweisungen des Landes. Auch der Anteil der Stadt an der Einkommenssteuer lag höher als vermutet.

Die Stadt will nun statt einer geplanten Neuverschuldung von rund 32 Millionen Euro nur rund 6,5 Millionen Euro aufnehmen und auf ein umstrittenes Finanzierungsmodell zum Ausstieg aus den Derivaten verzichten. Zudem legt sie 13 Millionen Euro zur Seite. OB Gert Hager und die Sprecher aller Fraktionen zeigten sich erfreut, warnten aber vor einer Abkehr vom Sparkurs. Nach wie vor nehme die Stadt selbst weniger ein, als sie ausgebe. kli