



Schon ganz schön warm, heute Morgen. Und es wird noch viel wärmer. Dieses Wochenende, da sind sich die Meteorologen sicher, wird sich zum heißesten des Jahres aufschwingen, mit Temperaturen von teilweise über 35 Grad. Und noch eins ist sicher: Die Schwimmbäder werden voll an diesen beiden Tagen, die Autobahnen und Züge auch – Rückreiseverkehr! – und, so steht zu befürchten, auch die Notaufnahmen.
Die Goldstadtbäder – Wartbergbad, sowie Emma-Jäger-Bad und Nagoldbad – sind für den erwarteten Besucherandrang am Wochenende bestens vorbereitet. Um gerade die Parkplatzsuche am Wartbergbad etwas zu entspannen, werden am Wochenende zusätzliche Parkplätze zur Verfügung gestellt. Wer Angst hat, dass bei dem zusätzlichen Andrang etwas passieren könnte, kann ganz beruhigt sein. „Wenn die Hitzewelle jetzt kommt, haben wir auch noch einen Sicherheitsdienst angestellt“, versichert Florian Best von den Goldstadtbädern. Spezielle Öffnungszeiten für die Hitzewelle gibt es nicht.
In den Enzkreis-Kliniken in Mühlacker und Neuenbürg sind die Mediziner und das Pflegepersonal gut gerüstet für das Hitzewochenende. „Bei den Planungen für solche Wochenenden haben wir immer im Hinterkopf, dass wir eventuell mehr Personal benötigen“, sagt Regionaldirektorin Katrin Kern. Daher stünden für den Fall der Fälle Klinikmitarbeiter auf Abruf. Generell gelte allerdings, dass man in den beiden Kliniken ohnehin immer für alles gewappnet sein müsse, da beide Häuser über eine Notaufnahme verfügen.
Der ADAC Nordbaden schickt wieder seine Stauberater auf die Autobahnen. Vor allem die A8 zwischen Stuttgart und Karlsruhe gilt als Stau gefährdet – erst recht im Rückreiseverkehr. Zwei Motorradfahrer sind seit gestern Mittag unterwegs und versorgen Reisende mit Tipps, Spielen, Sonnenmilch und Getränken. „Die Erfahrung zeigt, dass viele Familien nicht genug zu trinken mitnehmen“, sagt Pressesprecherin Alexa Sinz.
Garantiert ohne Stau reist es sich mit der Bahn. Dort droht allerdings anderes Ungemach. Seit Jahren kämpfen vor allem ICEs mit ausfallenden Klimaanlagen. „Ganz ausschließen können wir solche Probleme nie“, sagt eine Bahnsprecherin. Wenn in einem Zug die Klimaanlage ausfällt, darf der nicht weiterfahren. Ein Ersatzzug sorgt dann für die Fortsetzung der Reise. „Für solche Fälle haben wir ausreichende Wasservorräte für die Passagiere“, heißt es.
Noch mal die Technik: Vor zwei Jahren mussten viele Atomkraftwerke (AKW) ihre Leistung drosseln, weil die Kühlung nicht mehr richtig funktionierte. Die Flüsse führten zu wenig Wasser. „In den nächsten Tagen ist mit keinerlei Einschränkungen zu rechnen“, sagt ein Sprecher des Energiekonzerns EnBW in Karlsruhe, der die Atomkraftwerke in Neckarwestheim und Philippsburg betreibt. Ebenfalls Entwarnung gibt es für Laufwasser-Kraftwerke: „Die werden ihre Leistung erbringen.“
Auch der Betreiber des Biergartens im Pforzheimer Enzauenpark, Frank Daudert, ist bereit für das Hitze-Wochenende: „Wir haben die doppelte Menge an Mineralwasser und Apfelschorle bestellt“, sagt er. Bier sei genug vorhanden, „im schlimmsten Fall gibt es aber noch Radler“. Mit einem besonders großen Besucheransturm rechnet er jedoch nicht. „Es ist schon fast zu heiß“, sagt er. „Ältere Menschen gehen dann gar nicht erst aus dem Haus und jüngere lieber ins Freibad.“
Autor: hub/rei/de/kul






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Leserkommentare (14)
Mehr Kommentarees gab mal einen Sommer.... das war 2003, da hatte es wochenlang 39 Grad!!! mehr...
Ja das war ein Ding. Wir hatten in der Firma zwischen den Maschinen manchmal 50 Grad und mehr Sogar Wassermelonen hatten wir im Garten Bilder anbei. mehr...
Erinnere mich an 2003 und die Hitze. Genau zu der Zeit waren wir mit den Motorrädern in der Zentralschweiz. In den Lederkombis sind wir fast ersoffen. Aber nur einen Tag; denn dann waren wir spätestens morgens 9.00 Uhr mit den Töffs auf der Höhe in den Bergen und da war es warm aber super mit Klima den Temps.;) mehr...