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02.04.2010

Pforzheimer Problem: Immer mehr irakische Flüchtlinge

PFORZHEIM. Der zunehmende Zuzug irakischer Asylberechtiger und ihrer Familien nach Pforzheim entwickelt sich für die Stadt zu einem immer größeren Problem, das ohne zusätzliche Hilfen des Bundes kaum lösbar sein wird. Diesem Fazit, das Oberbürgermeister Hager in einem Schreiben an Bundesinnenminister Thomas de Maizière gezogen hat, schließt sich der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Pforzheim, Gunther Krichbaum, an.

„Die Integration der irakischen Flüchtlinge, insbesondere die notwendigen Kurse für den Spracherwerb und die Ausbildung überfordern Pforzheim und seine Schulen“, so Krichbaum. Hinzu käme, dass freiwillige soziale Leistungen angesichts der dramatischen Haushaltssituation der Stadt kaum noch möglich seien. Im Jahr 2010 würden wohl fast 2700 Iraker in Pforzheim leben. Sie seien dann die drittgrößte Ausländergruppe, so Krichbaum.

Zur Förderung der Integration unterstützt der Bund die Kommunen mit der Finanzierung von Integrationskursen. „Allerdings zeigt sich in Pforzheim, dass diese Kurse für die Integration der Iraker nicht ausreichen. Daher teile ich das Anliegen der Stadt, den Bund zu einer Aufstockung der Mittel zu bewegen.“pm