

Pforzheim. Am Nachmittag gelassen, kurz vor dem Auftritt doch etwas hibbelig: Einen ihrer ersten Auftritte vor großem Publikum hat Myriam Rossbach an der Seite ihres Studienfreundes Richard Barborka beim Sommerfest des Figurentheaters Raphael Mürle absolviert.
Noch im vergangenen Jahr war die Pforzheimerin dort als Helferin im Einsatz gewesen. Die 21-jährige lässt sich an der Berliner Ernst-Busch-Schule zur Diplom-Puppenspielerin/Darstellenden Künstlerin ausbilden.
Der Entschluss der jungen Frau, die die Realschule in Niefern und die Pforzheimer Fritz-Erler-Schule besucht und in Bretten ihr Fachabitur gemacht hat, fiel schnell. Gleich nach einem Workshop im Brötzinger „Mottenkäfig“, an dem sie als Zwölftklässlerin teilgenommen hatte, sei für sie festgestanden: „Okay, das mache ich.“ Sie stellte sich der Zulassungsprüfung der Staatlichen Hochschule in Berlin und hat inzwischen das zweijährige Grundstudium hinter sich. Zwei weitere Ausbildungsjahre folgen.
Dieses Studium vereine alles, was sie interessiere, sagt Rossbach im PZ-Gespräch. Während Schauspieler eine Rolle ausfüllten, verfüge der Puppenspieler über noch größere Selbstständigkeit. Zur Bühnenkunst kämen Bühnenbau, Dramaturgie, Regie, Marketing und Management. Zudem habe die Teamarbeit einen hohen Stellenwert.
Nicht nur Vater Michael Rossbach, stellvertretender Bezirksleiter für Privatkunden bei der Volksbank Pforzheim, dürfte nach Myriams Auftritt stolz gewesen sein. Lob für die Interpretation des Woody-Allen-Stücks „Der Tod klopft“ mit Klappmaul-Puppen gab’s aus berufenem Munde. „Die Studenten haben mir gut gefallen“, urteilt Raphael Mürle, „die haben das prima gemacht.“ erb
Autor: erb






