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Pforzheims Zukunft gehört den Migranten

PFORZHEIM. Ausländer, Migrationshintergrund – ist doch alles dasselbe? Weit gefehlt! Während sich die Frage Ausländer oder Inländer nach der Staatsbürgerschaft richtet, geht es beim Migrationshintergrund um die Herkunft. Diese zu ermitteln macht Sinn, weil viele Einwanderer mittlerweile die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Pforzheim weist hierbei erstaunliche Zahlen auf: Bei den unter Dreijährigen haben 71,1 Prozent einen Migrationshintergrund.

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„Statistisch gesehen ist der Migrationshintergrund etwas Neues“, sagt Christina Hackl vom Statistischen Landesamt in Stuttgart. Weshalb es darüber auch kaum Zahlen gibt – außer dem Mikrozensus, der jedoch lediglich eine Stichprobe der bundesdeutschen Gesellschaft abbildet. Für den Enzkreis liegen in Stuttgart keine gesonderten Statistiken vor. Anders Pforzheim: Die Goldstadt-Verwaltung macht sich unter anderem zwecks Schulplanung seit zwei Jahren die Mühe, die Daten des Einwohnermeldeamts nach Herkunft zu durchforsten. „Der reine Ausländeranteil sagt relativ wenig aus“, begründet Eckhard Binder von der WSP (Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim) die Auswertung, zumal in Deutschland geborene Kinder in der Regel zunächst als deutsch gelten.

Die WSP hat Interessantes zu Tage gefördert. So hatten am 31. Dezember 2008 (der zuletzt ermittelte Stand) sage und schreibe 42,6 Prozent aller Pforzheimer einen Migrationshintergrund – zum Vergleich: 2007 waren es 41,8 Prozent. Auffällig ist, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund zunimmt, je jünger die untersuchte Gruppe ist: Während lediglich 15,7 Prozent bei den 65- bis 80-Jährigen einen Migrationshintergrund haben, so sind es bei den unter Dreijährigen bereits 71,7 Prozent. Mit anderen Worten: Die Zukunft gehört den Migranten. Stadtteile mit besonders großem Migrantenanteil sind Oststadt (61,9 Prozent), Au (60,8), Innenstadt (59,2), Weststadt (59,6) und Buckenberg (56,7) – davon Haidach: 66,1 Prozent. rom

27.01.2010

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Leserkommentare (24)

Mehr Kommentare
1
AchmetMuratMustafa | 01.09.2010 | 22:54

"Auffällig ist, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund zunimmt, je jünger die untersuchte Gruppe ist:" Hier hat sich ein kleiner Rechtschreibfehler eingeschlichen. Ich denke, dass "untersuchte" sollte "unterschichten" heißen. LG mehr...

2
Hasso M | 02.09.2010 | 08:08

Sie meinen das Wort dieses Satzes? "..zum Vergleich: 2007 waren es 41,8 Prozent. Auffällig ist, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund zunimmt, je jünger die [B]untersuchte [/B]Gruppe ist". Nein, dieser Satz stimmt natürlich schon. Das ist die Gruppe, die näher untersucht (beleuchtet) wurde! Deutsche Sprache ist halt was besonderes! mehr...

3
Asatru | 02.09.2010 | 08:37

Pforzheim verliert zusehends an Attraktivität für Bürger mit nativem Hintergrund. Es ist erschreckend was sich da in den letzten Jahren getan und nicht getan hat. So gehe ich mit meinen Kindern nur noch selten auf entsprechende Angebote in Pforzheim ein. Wohnen wollt ich dort bestimmt nicht. Und das beste dabei ist, die Pfozheimer "Öffentlichkeit" scheint auch noch stolz darauf zu sein, dass ihre Stadt zum Sammelpunkt diverser (nicht nur migrationshintergründiger) Gestalten :eek: wird. mehr...

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