

Der Raum für große Firmenansiedlungen wird in Pforzheim knapp. Denkbare Flächen finden sich nur in Richtung Wurmberg. Die Stadt schweigt vielsagend.
Bei aller Freude, mit der die meisten Pforzheimer über die Ansiedlung des Amazon-Logistikzentrums reagiert haben, sind sich doch so gut wie alle über ein daraus resultierendes Problem einig: Das große Gewerbegebiet Buchbusch, neu entstanden an der A8-Anschlussstelle Pforzheim Nord, ist fast schon wieder ausgebucht. Stadtpolitiker – ganz formell per Antrag die SPD-Gemeinderatsfraktion – und Wirtschaftsvertreter fordern, nach weiteren Standorten für großflächige Gewerbegebiete zu suchen.
Die Region sei endlich wirtschaftlich im Aufbruch und brauche dringend attraktive Flächenangebote für Neuansiedlungen und Entwicklungen heraus aus der Innenstadt, sagt auch der IHK-Prädsident Burkhard Thost. Und verweist auf den Standortvorteil durch die A8, die sich wie ein halber Autobahnring um die Stadt ziehe. „Da ist es weitsichtig, nachhaltig und ökologisch gestaltbar, Pforzheim-Süd mit ehemals militärisch genutzten Flächen zu einem innovativen Gewerbegebiet zu entwickeln – wohnen in Pforzheim, Wertschöpfung auf dem Weg zum Kunden in Stuttgart“, sagt Thost mit Blick auf die frühere Nike-Station und das gesamte Areal rund um die A8-Anschlussstelle Pforzheim Süd.
Pforzheims Baubürgermeister Alexander Uhlig lässt sich dazu selbst durch mehrfaches Nachfragen keinen Kommentar entlocken – wie in den Wochen vor dem 9.Dezember 2011 auf die Frage, ob Amazon nach Pforzheim komme. Nur so viel: Am gesamten Thema der Gewerbeflächen-Entwicklung sei die Stadt dran.
Und das geplante Interkommunale Gewerbegebiet „Steinig“ an der Anschlussstelle Pforzheim-West, in der Bevölkerung umstritten, werde benötigt und komme wieder auf die Tagesordnung. Womit er mit dem IHK-Präsident einig ist. Thost rät dazu, in Richtung Karlsruhe den Bestand an Gewerbebebauung zu zu verdichten, in die Höhe zu bauen und „Steinig“ anzubinden. „Die neue Wilferdinger Höhe, steht dann für Technologie und Innovation, Zugpferd der Vision Pforzheim 2030, mit Präzision, Design und IT-Apps.“
Autor: Marek Klimanski | Pforzheim





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Leserkommentare (6)
Mehr Kommentare[FONT=courier new]Bleibt nur zu hoffen, dass einige der Herrschaften mit ihren Gimmick Apps nicht zu größenwahnsinnig werden.[/FONT];) mehr...
Na ja ich hoffe, dass das ganz nicht so teuer für den Bürger wird. Die ganzen Gewerbegebiete brauchen Infrastruktur und je weiter die vom bestehenden Netz weg sind umso teuerer wird es. Wenn man sich den Bau von Buchbusch ansieht, so gibt allein der ESP für die Erschließung 16,3 Mio. € aus (Quelle Wirtschaftsplan 2012 des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Pforzheim, Beschlussvorlage P 1023, http://buergerinfo.pforzheim.de/bi/allris.net.asp). Steinig könnte schon bestehende Infratruktur ...... mehr...
Pforzheim hat doch noch viel platz. Wieso wollen die Wälder einfach abholzen? mehr...