

Pforzheim. Ein Hotel mit 190 Zimmern sowie ein angeschlossenes Boardinghaus mit 40 Zimmern wird im Gewerbegebiet Hohenäcker-West in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Pforzheim-Nord geplant. Weitere Informationen soll es am Freitag bei der Sitzung des Gestaltungsbeirats der Stadt Pforzheim geben.
Noch sorgt TOP 5 der Tagesordnung für großes Rätselraten. Beim hiesigen Hotel- und Gaststättenverband ist dieses Projekt ebenso wenig bekannt wie in Kreisen, die es eigentlich wissen könnten: bei Tourismusdirektor Wolfgang Trautz oder Günter Ihlenfeld, dem Geschäftsführer des CongressCentrums Pforzheim (CCP). Auch Andrea Scheidtweiler, die „Parkhotel“-Geschäftsführerin, hatte erst aus der PZ von dem vorgesehenen Hotelbau erfahren.
„Leider kann ich Ihnen vorab keine Informationen zur Verfügung stellen. Auf Wunsch des Bauherrn sollen diese erst im Rahmen der Gestaltungsbeiratssitzung veröffentlicht werden“, verlautete aus dem Darmstädter Büro dörfer.architekten, das vom Investor GC:pe (GC Projektmanagement Neu-Isenburg) mir der Planung beauftragt ist. Das Projekt soll an der Adolf-Seebacher-Straße nebendemSchnellrestaurant McDonald’s und der Saazor-Wälztechnik Zorn in Nachbarschaft zum Postverteilzentrum verwirklicht werden.
Zum Vergleich: Das „Parkhotel“ (4 Sterne Superior) hat 208 Zimmer, dazu 16 Appartements in der „Villa Trautz“. Das Hotel „Residenz“ auf der Wilferdinger Höhe (3 Sterne) bei der Autobahnanschlussstelle West hat neben seinen 121 Zimmern noch 77 Appartements.
Als es 1990 den Wettbewerb für ein neues Gewerbegebiet „Hohenäcker“ im Norden der Stadt gab und dann der Bebauungsplan dazu aufgestellt wurde, war auch ein Hotel vorgesehen. Doch Konkretes war nie bekannt geworden. „Natürlich meldet sich bei uns das ganze Jahr über immer wieder der eine oder andere Investor beziehungsweise Hotelbetrieb, meist auch über Unternehmensberater, um Infos über unsere touristischen Merkmale und Kennzahlen zu erhalten. Dies geschieht meistens uns gegenüber aber ohne die Nennung von Hotelnamen oder Hotelketten“, sagte Verkehrsdirektor Wolfgang Trautz auf PZ-Anfrage. Dies seien meistens lose Anfragen, danach höre man dann nichts mehr.
Autor: Thomas Frei






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Leserkommentare (15)
Mehr Kommentare"danach hört man dann nichts mehr" - woran das nur liegt?!? mehr...
Wer soll denn bitte in den vielen Zimmern übernachten? Die Massen von Touristen, die hier ihren Jahresurlaub verbringen, um zwei Stunden durch die Schmuckwelten zu laufen? mehr...
Auch hier bin ich skeptisch. Könnte es sich nicht um das schon vor Jahren geplante Eros-Center handeln? Ein Hotel im üblichen Gebrauch macht zumindest zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn. Durch den nahen Autobahnanschluss und auch der Lage außerhalb des Zentrums kann ich mir auch noch andere Interessenten vorstellen. Die Bevölkerung wird von dieser Verwaltung sowieso an der Nase herumgeführt! mehr...