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10.05.2011

Rechnungen in Höhe von 500 000 Euro gefälscht

PFORZHEIM. Keine Chance auf eine Bewährungsstrafe hatte ein 54-jähriger Angeklagter am Dienstag vor dem Schöffengericht. Sein ebenfalls angeklagter Sohn kam mit einer Geldstrafe davon. Das Gericht unter Vorsitz von Karl-Michael Walz sah es als erwiesen an, dass der 54-Jährige im Jahr 2008 sechs gefälschte Rechnungen bei einer Factoring-Agentur einreichte.

Dadurch entstand bei der Agentur, die Forderungen aufkauft, vorfinanziert und dadurch die Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden aufrecht erhält, ein Schaden von über 518 000 Euro. Obwohl er inzwischen als kaufmännischer Angestellter in der Firma seiner Frau arbeitet, hat er noch keine Wiedergutmachungszahlungen geleistet. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren.
Sein Sohn führte als Geschäftsführer des Pforzheimer Unternehmens zwischen Dezember 2008 und Februar 2009 gegenüber zwei Krankenkassen in sechs Fällen keine Arbeitnehmeranteile an der Sozialversicherung ab. Mit kleinen Wiedergutmachungszahlungen hat er den entstandenen Schaden von etwa 5000 Euro bereits angefangen zurückzuzahlen. Mit einer Strafe von 90 Tagessätzen gilt der Angeklagte gerade so als nicht vorbestraft. Insgesamt muss er 1080 Euro bezahlen.