

Denn der Verein hat die Fläche von 1000 Quadratmeter an die Firma Wirsol Solar AG mit Sitz in Waghäusel vermietet. Sie habe die Anlage für über 500 000 Euro finanziert und installiert, erklärt Mitarbeiterin Tamara Kremer. Gleichzeitig sei die Firma Sponsor von Turnieren, die der Verein ausrichtet.
Sie und ihr Kollege Thomas Sillmann überzeugten sich gestern von der Leistungsfähigkeit der neuen Anlage. Sie könne, so Kremer, 180 000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen, das entspreche im Schnitt dem Bedarf von etwa 40 Haushalten im Jahr. Für den Verein sei dies eine sichere Einnahme und ökologisch sinnvoll, sagt der zweite Vorsitzende Martin Keppler. Das Geld werde unter anderem in die Jugendarbeit des 350 Mitglieder starken Vereins fließen. Der Verein finanziert sich ansonsten durch Mitgliederbeiträge, durch Einnahmen von Gastpferden, vom Reitunterricht und durch Spenden. So bekam die Halle kürzlich einen guten Turnierboden für 16 000 Euro – allein durch Spenden finanziert. Kraus, der sich seit seiner Kindheit im Verein engagiert, liegt der aktive Nachwuchs sehr am Herzen. „Die jungen Reiter sollen sich so wohlfühlen, dass sie nicht auf die Idee kommen sollen, zu einem anderen Verein zu wechseln.“ Die Konkurrenz sei im Umland in den vergangenen Jahren gewachsen. Allein in Tiefenbronn gebe es drei Ställe.
Deshalb ist Kraus froh über den neuen Dressurlehrer, der die Arbeit des alten Reitlehrers gut ergänze. Außerdem lockt der Verein mit seinen zehn Schul- und 40 Privatpferden Studenten mit einer Semester-Mitgliedschaft. Man wolle auch über Kooperationen mit Schulen nachdenken. Der Verein solle als Leistungszentrum wahrgenommen werden, dass auch überregional interessante Turniere ausrichte.
Autor: MARTINA SCHAEFER





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