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09.09.2011

Reuchlinhaus lässt sich feiern

Pforzheim. Das Reuchlinhaus ist vor 50 Jahren eröffnet worden. Und nicht nur das ist ein Anlass zum Feiern. Der Bau des Architekten Manfred Lehmbruck (1913–1992) zählt international zu den beachtenswertesten Beispielen seiner Epoche.

„Ein Zentrum für die Kultur in der kriegsverwüsteten Stadt zu schaffen“, so lautete der Gemeinderatsbeschluss von 1953, an den der städtische Denkmalpfleger Christoph Timm in einem mehrseitigen Beitrag für das aktuelle Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg erinnert. Und merkt darin an: „Das Reuchlinhaus ist eine empfindsame Schönheit“.

Gefeiert wird das Jubiläum „50 Jahre Reuchlinhaus“ am 23. Oktober. Unter anderem wird dann die Kunsthistorikerin Chris Gerbing die Architektur des Hauses vorstellen und in eine von ihr konzipierte Dauerausstellung zur Architektur des Reuchlinhauses und über seinen Architekten Manfred Lehmbruck einführen. Sie hat auch für das zum Reuchlinhaus-Jubiläum erscheinende Buch „Visionen für eine Stadt. 50er-Jahre-Architektur in Pforzheim“ einen Beitrag über „Der Neuaufbau Pforzheims nach 1945“ geschrieben.

Isabel Greschat, die Leiterin des Kulturamts der Stadt Pforzheim, firmiert als Herausgeberin des Buchs (Verlag Schnell+Steiner, Regensburg). In einer Vorabpressemeldung heißt es unter anderem: „Namhafte Architekten setzten mit ihren Visionen von Licht und Leichtigkeit Maßstäbe, die zum Teil internationale Beachtung fanden. Gleichzeitig wurden jedoch auch städteplanerische Entscheidungen getroffen, die heute kritisch zu beurteilen sind. In ästhetisch herausragenden Bildern und fundierten Textbeiträgen vermittelt der Band Visionen für eine Stadt, Leitgedanken zum Thema Bauen und Städteplanung von den 50er-Jahren bis heute.“ Ein bisher wenig beachtetes Thema, wie vermerkt ist. Das Buch – 112 Seiten, 80 Fotos – wird 29,95 Euro kosten.