26. Juli 2013
Ihnen ist der Geduldsfaden gerissen: Dörthe Rogge und Hans Stattkus wollen nicht länger auf Busse warten müssen.  Foto:Seibel
Ihnen ist der Geduldsfaden gerissen: Dörthe Rogge und Hans Stattkus wollen nicht länger auf Busse warten müssen. Foto:Seibel

Rollstuhlfahrer fordern Geld von SVP

Pforzheim. Es ist über zwei Monate her, dass die Dortmunder Elektrorollstuhl-Fahrer Hans Stattkus und Dörthe Rogge Pforzheim besuchten. Erholung fanden sie hier nicht, mussten sie doch stundenlang an Bushaltestellen ausharren, da sich kaum ein Fahrer in der Lage sah, ihre Gefährte von der Innenstadt zum Hohenwart Forum zu transportieren (die PZ berichtete). Zurück in Dortmund haben sie sich rechtlichen Beistand gesucht. Rechtsanwalt Marcel Graefen hat für beide ein Schreiben an den Stadtverkehr Pforzheim (SVP) aufgesetzt.

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Das Verhalten einiger Fahrer stelle „die Diskriminierung eines behinderten Rollstuhlfahrers dar ohne Rücksicht auf das Personenbeförderungs- und Gleichstellungsgesetz“, schreibt Graefen. Zum Ausgleich der Diskriminierung und Enttäuschung fordern Rogge und Stattkus je einen Ausgleichsbetrag von 500 Euro von der SVP.

Eine Forderung, der Claudia Wiest, Geschäftsführerin der SVP, nicht nachkommen will. Mit Verwunderung nehme sie die „Schadensersatzforderung für entgangene Urlaubsfreude“ zur Kenntnis, antwortete sie Graefen schriftlich. „Es besteht kein Anspruch auf Beförderungsleistung, wenn sie objektiv nicht möglich ist“, heißt es weiter.

„Wir haben noch nicht geklärt, ob wir rechtliche Schritte einleiten werden“, sagt Graefen. Es müsse geklärt werden, ob die SVP eine rechtliche oder vor allem eine moralische Schuld treffe. Er glaubt, Stattkus und Rogge gehe es hauptsächlich darum, dass das Thema nicht einfach im Sand verlaufe.

Was ist eigentlich aus der Ankündigung geworden, sich schnellstmöglich um eine Lösung für Fälle wie diesen zu kümmern? „Das war Thema in zig Diskussionen und Sitzungen“, sagt Wiest. „Jetzt sind wir auf dem Stand, dass wir sagen, Pforzheim kann nicht Vorreiter sein für ganz Deutschland.“ Man habe sich bei anderen Städten und dem Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) informiert, und habe festgestellt, dass es sich bei diesem Thema bislang um einen „offenen Raum“ handle, in dem vieles ungeklärt sei. „Wir überlegen aber, ob wir die Telefonnummer des ASB an den Bushaltestellen anbringen“, so Wiest

Autor: Lisa Belle

26.07.2013
Isis
26.07.2013
Rollstuhlfahrer fordern Geld von SVP

gibt`s bei den Stadtbussen etwa keine Klappe zum ausklappen für Rollis??? Das wär ja selten primitiv! mehr...

röhrich
26.07.2013
Rollstuhlfahrer fordern Geld von SVP

Man, geht das schon wieder los. Wenn wir mit dem Rolli eine Tour machen, dann informieren wir uns vorher.Und mit 2 E-Rollis kommt man in kein Fahrzeug rein! Schon garnicht in einen Bus. So viel Platz gibt es da ja garnicht. Und ob die Rampe die mindestens 200kg vom Rolli(ohne Fahrer) aushalten, na das bezweifle ich. Und warum wurden sie nicht vom Hohenwarter Forum abgeholt? Weils nicht geht!!! Und warum nahm der ASB nur einen Rollifahrer mit? Weil nicht mehr reinpassen. Jetzt bitte nicht ...... mehr...

Albert_Sch
26.07.2013
Rollstuhlfahrer fordern Geld von SVP

Hans Stattkus heißt nicht umsonst "Busblockierer" und ist auch sonst nicht unbekannt. [URL]http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/bus-blockierer-klagt-gegen-die-dortmunder-stadtwerke-id8211123.html[/URL] mehr...

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