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10. Juni 2012
Bei der Verteilung von Koran-Büchlein haben sich die Salafisten in der Pforzheimer Fußgängerzone noch gezeigt. Beim "Tag der offenen Moschee" indes blieben ihre Türen verschlossen. Am interreligiösen Dialog scheinen die radikalen Islamisten kein Interesse zu haben.
Bei der Verteilung von Koran-Büchlein haben sich die Salafisten in der Pforzheimer Fußgängerzone noch gezeigt. Beim "Tag der offenen Moschee" indes blieben ihre Türen verschlossen. Am interreligiösen Dialog scheinen die radikalen Islamisten kein Interesse zu haben.
© PZ-Archiv

Salafisten schotten sich ab: "Offene Moschee" bleibt zu

Der Tag der offenen Moschee – das sind in Pforzheim, sowohl in der Fatih-Moschee, der Ayasofia-Moschee oder den Gebetsräumen der Ahmadiyyah-Muslime, unter anderem Einladungen zum interreligiösen Dialog. Was aber, wenn eine Gruppierung, die sich selbst auf der Homepage als „fröhliche Gemeinschaft“ bezeichnet, die „ihre Aufgaben mit dem nötigen Ernst durchführt und dennoch viel Spaß dabei“ habe, aber die Tür auf mehrmaliges Klingeln nicht öffnet – dennoch einen „Tag der offenen Moschee“ ankündigt? Dann ruft das die Medien auf den Plan, die sich kritisch mit dem Begriff Salafismus beschäftigen, einer umstrittenen ultrakonservativen islamistischen Gruppierung.

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So geschehen am Sonntag an der Franziskusstraße vor der Al-Baraka-Moschee der „Gemeinschaft deutschsprachiger Muslime“ (GDM). Sich selbst bezeichnen sie nicht als Salafisten – was schon paradox anmutet, wenn sie ankündigen, einen Vortrag halten zu wollen, der sich mit Salafismus befasst. Wenn sie propagandistisch wirkungsvoll eine junge Frau aus dem Enzkreis präsentieren wollen, die vor einem Jahr angeblich aus freien Stücken vom Christentum zum Islam konvertierte und ein Vorstandsmitglied der Al-Baraka-Moschee heiratete. Wenn sie der PZ schon mal im Vorfeld nicht akzeptierbare Bedingungen für eine Berichterstattung diktieren wollen. Wenn sie am kommenden Freitag um 20 Uhr den Berliner Salafisten-Prediger Abu Al-Baraa in Pforzheim erwarten.

Schon zweimal in Pforzheim

Bildergalerie: Ausweisung einzelner radikaler Salafisten nicht ausgeschlossen
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„Er ist in Berlin der radikalste Prediger“, sagt Claudia Dantschke von der Gesellschaft demokratische Kultur in einem Gespräch mit der PZ. Die Arabistin gilt als die bundesweit beste Kennerin des Salafismus. Al-Baraa, der nach PZ-Informationen bereits zweimal in Pforzheim war, legitimiere den bewaffneten „Heiligen Krieg“. Wer den Kampf gegen den Islam unterstütze – und darunter zähle er auch das Engagement in Afghanistan –, sei der Feind. Demokratie und sein Verständnis vom Islam passen nicht zusammen.

www.exit-deutschland.de

Autor: Olaf Lorch-Gerstenmaier

11.02.2013

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Leserkommentare (72)

Mehr Kommentare
1
Der kleine Muck | 10.06.2012 | 19:07

Der Link unter dem Artikel ist lustig. "Exit Deutschland" Wie unpassend passend, oder eben umgekehrt.;-) [URL]http://dawa-news.net/2011/07/16/zum-report-mainz-bericht-die-verlorene-tochter-spricht/[/URL] Der angebliche "Brief" der verlorenen Tochter aus dem Enzkreis, ist wohl auch verlorengegangen. mehr...

2
Anais | 10.06.2012 | 20:06

Ich hab mir jetzt mal eine ganze Predigt dieses Abu Al Baraa angetan. Kann jeder machen, der spricht hervorragend deutsch, findet man auf You Tube. Ich erkenne die Struktur und Methode aller Extrem-Denker darin, die da lautet: "Ich habe die einzige Wahrheit, ich bin richtig und die anderen falsch, wer anders denkt/lebt muss es ändern oder soll weg". Das ist wohl der Grund, warum sich all diese Diskussionen hier in einem ewigen Kreis drehen. Einstein sagte mal, man könne ein Problem nicht mit ...... mehr...

3
PF-OBSERVER | 11.06.2012 | 08:02

Glückwunsch Pforzheim! Dann haben wir ja einen tollen Multi-Kulti-Mix hier... passt auch Mix-Verstehen toll... da geben wir uns (normale pforzheimer Bürger) dann ganz viel Mühe selbst die Salafisten zu verstehen... Glückwunsch Pforzheim! mehr...

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