

PFORZHEIM. Was wird aus dem „i-Dipfele“? Schon wieder ein Umbau? Ein Pächterwechsel? Wer durch die Fußgängerzone hastete oder flanierte, stellt sich seit geraumer Zeit diese Frage. Die PZ hakte bei Wolfgang Scheidtweiler, Chef des Brauhauses und Besitzer der Immobilie, nach.
Praktisch taufrisch ist die Entscheidung: Ende April, Anfang Mai, das vereinbarten Scheidtweiler und Matthias Machauer, einer der beiden Chefs der 1990 gegründeten Enchilada Franchise GmbH mit über vier Dutzend Lokalen in ganz Deutschland, vor wenigen Tagen, wird es auch in Pforzheims Stadtmitte das geben, was es bereits in München, Stuttgart, Würzburg und Karlsruhe gibt: „Dean & David“, ein zeitgeistiges Gastrokonzept, erdacht im Hause Enchilada. Die Münchener „Abendzeitung“ titelte nach der Eröffnung des ersten von mittlerweile vier In-Läden in der bayerischen Landeshauptstadt: „WellnEssen – der neue Gastrotrend in München“. Es folgten Elogen in verschiedenen Blättern. Die Richtung, die man auch in Pforzheim einschlagen will: knackige Salate, kalorienarme Wok-Gerichte, frische Säfte. Zielgruppe: die schlanke Frau, die schlank bleiben will und zudem die eilige Kundschaft in der Mittagspause.
Ein „positives Signal für die Fußgängerzone“ erhofft sich Scheidtweiler, der seit einigen Jahren mit der Enchilada-Gruppe in einem Boot sitzt, was die Goldstadt betrifft: von jedem etwas an verschiedenen Standorten. Die Gruppe hat mehrere Restaurant-Typen entwickelt, und mit vier von fünf (außer „Dean & David“) ist man in Scheidtweiler-Immobilien vertreten: „Enchilada“ oberhalb des Schloßkirchenparks, „Aposto“ an der Bahnhofstraße, „Lehner’s Gasthaus“ und „Besitos“ in der Einnehmerei am Schloßberg. Nur das Konzept „The Big Easy“ fehlt – sicher nicht ohne Grund. „Essen und Feiern in gehobenem Ambiente“ (Enchilada) passt nicht so ganz zu einer Stadt, die durch die Strukturkrise gebeutelt ist wie kaum eine andere Großstadt in Baden-Württemberg.
Seit 1986 gibt es den zentralen Bau des „i-Dipfele“ zwischen C & A und neuem Rathaus. Bis Oktober vergangenen Jahres gab es gerade mal zwei Betreiber. Der dritte blieb eine kurze Episode. Scheidtweiler spricht für die Zukunft von „etwas Frischem für die Stadt“, wobei er nicht nur die Qualität des Salats meint.
Was den Standort angeht, ist der Brauhaus-Chef „immer noch von einer sehr guten Lage“ überzeugt, auch wenn sich der Schwerpunkt der Fußgängerzone durch den Ausbau des Leopoldplatzes und die Schlössle-Galerie nach Westen verschoben habe.
Autor: Olaf LORCH-GERSTENMAIER





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