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In Reinkultur gelb:  Die sogenannten Aufblühungen des Chromsalzes unmittelbar neben einer Sprossenwand der Turnhalle.
In Reinkultur gelb: Die sogenannten Aufblühungen des Chromsalzes unmittelbar neben einer Sprossenwand der Turnhalle.
Besonders in den Ecken  hat sich das Chrom ausgebreitet.
Besonders in den Ecken hat sich das Chrom ausgebreitet.
Selbst außen sichtbar:  Die ganze Wand ist betroffen.
Selbst außen sichtbar: Die ganze Wand ist betroffen.
© Ketterl
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Schul-Turnhalle im Hilda muss schließen

PFORZHEIM. Baubürgermeister Alexander Uhlig hat die Schließung der Süd-Turnhalle des Hilda-Gymnasiums angeordnet. Dort finden sich Chromsalze an den Wänden. Die Raumluft sei aber nicht betroffen. Nun wird saniert.

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Geht es um Chrom, dann gibt es kein wenig oder viel. Und auch keine Grenzwerte. Da kenne die Weltgesundheitsorganisation WHO nichts, sagt Dr. Roswitha Kull, die Leiterin des Pforzheimer Gesundheitsamts. „Wenn sowas in der Luft sein kann, gibt es keine Mini-Konzentration, keinen geringfügigen Wert“, sagt Kull, „das muss man meiden.“ Insbesondere auf längere Zeit steht Chrom, das über die Atemluft in den Körper gelangt, unter dem dringenden Verdacht, Krebs auszulösen. Vor allem in der Lunge.

„Raumluft nicht belastet“

Darum hat Baubürgermeister Alexander Uhlig gestern angeordnet, die südliche Turnhalle des Hilda-Gymnasiums für den Sport zu schließen. Unmittelbar, nachdem ihm die Untersuchungsergebnisse der Chrom-salze aus der Hilda-Turnhalle vorlagen. „Die Raumluft ist den Messungen zufolge zwar nicht belastet“, heißt es in einer Pressemitteilung des Rathauses, aber „nach der erfolgten Sanierung werden wir zur Sicherheit weitere Raumluftmessung durchführen“, so Uhlig. Zum ersten Mal hatte das Hilda-Gymnasium im Jahr 2004 mit den sogenannten Aufblühungen von Chromsalzen zu tun gehabt, wie sie nun erneut in einem Bereich bis zu 80 Zentimeter Höhe an der Außenwand auftraten. Als Grund vermuten die Experten die Hinterlassenschaften aus dem galvanischen Betrieb der Firma Daub, die früher neben dem Hilda-Gebäude an der Kiehnlestraße residierte.

Die Schule hat dem ersten Gutachten zufolge bestenfalls eine defekte Kellerabdichtung, so kann chromhaltige Feuchtigkeit in das Gebäude eindringen. Bei besonders saugfähigen Materialien wie Ziegel- und Sandsteinen steigt diese Feuchtigkeit entgegen der Schwerkraft nach oben.Die belasteten Bereiche werden nun abgesperrt und entgiftet, anschließend wird in der Turnhalle der Oberputz abgeklopft und eine Wand davor erstellt. „Bis zum Abschluss der notwendigen Sanierungsarbeiten, mindestens bis Weihnachten, wird die Sporthalle weder dem Schul- noch dem Vereinssport zur Verfügung stehen“, heißt es in der Miitteilung der Stadt weiter.

Sport in den Hallen der Nachbarn

„Wir werden jetzt die Nord-Turnhalle nutzen“, sagt Edith Drescher als Direktorin des Hilda-Gymnasiums. Dort würden für dem Schulsport Gruppen zusammengelegt.

Darüberhinaus beabsichtigt die Schulleiterin, in nahe gelegene Hallen anderer Schulen wie die Jahnhalle und die Benckiser-Halle auszuweichen. „Wir sind auf die Kooperation mit anderen Schulen angewiesen“, sagt Drescher. „Wahrscheinlich wird es nicht zu vermeiden sein, dass wir auch Unterrichtsausfall haben.“ Die Schule könne nur hoffen, dass die Sanierungsmaßnahmen schnell vonstatten gehen.

Autor: marek klimanski

05.11.2009

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