15. Oktober 2013
Sehen die Entwicklungen positiv: Thorsten Bührmann, Irina Neander und Klaus Vetter (von links.) Foto.Ketterl
Sehen die Entwicklungen positiv: Thorsten Bührmann, Irina Neander und Klaus Vetter (von links.) Foto.Ketterl

Schulschwänzer auf gutem Weg

Zurück ins Schulleben und damit Aussicht auf eine sichere Zukunft bieten: Das ist das Ziel des Projekts „Die zweite Chance – Schulverweigerung“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Pforzheim ist seit 2008 eine von bundesweit 189 Standorten, die die Aktion umsetzten.

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Im Dezember endet die Förderung, doch die Stadt möchte auch zukünftig mit dem Konzept weiterarbeiten. Im Reuchlinhaus stellten gestern die Stadt als Träger des Projekts und die rund 40 beteiligten Netzwerkpartner Ergebnisse und Erfahrungen aus den letzten fünf Jahren vor. Das zentrale Anliegen sei, neben der erfolgreichen Reintegration der Jugendlichen, das Thema in der Gesellschaft zu platzieren, erläutert Sandra Dienger, Sachbereichsleiterin der Jugendsozialarbeit an Schulen und Kooperationsleiterin des Projekts.

„Es ist wichtig, dass das Umfeld, also Schulen und Eltern, ein klares Verständnis für ihre Rolle haben und wissen, wie man reagiert“, sagt Irina Neander, die in Berlin-Neukölln schon seit Jahren mit Schulvermeidern arbeitet. Das Projekt funktioniere, so die Beteiligten. „Die Zahl der Jugendlichen ohne Abschluss ist in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen“, sagt Thomas Bührmann, Erziehungswissenschaftler an der Universität Paderborn. Waren es 2006 noch rund 76.000, sind es 2010 nur noch rund 53.000. „Der Erfolg der Maßnahmen ist also sichtbar“, beschreibt Bührmann die Erhebung.

Pforzheim schneidet gut ab

Bundesweit wurden seit Projektbeginn 18.412 Jugendliche betreut, von denen knapp über 30 Prozent einen Migrationshintergrund hatten. In Baden-Württemberg waren es 50 Prozent bei 1769 Projektteilnehmern. In Pforzheim durchliefen 166 Schüler aus 15 Schulen das Programm. Sie waren zwölf Jahre alt oder älter. Rund 76 Prozent besuchten eine Haupt- oder Werkrealschule. Der Anteil von Jungen und Mädchen war dabei ausgeglichen. 56 Prozent von ihnen konnten erfolgreich in die Schulen reintegriert werden.

Damit liegt Pforzheim im Vergleich zu Baden-Württemberg, das auf 53 Prozent Reintegration kommt, über dem Durschnitt. 27 Prozent bekamen eine Perspektive etwa durch eine Unterbringung in einem Wohnheim oder durch einen Schulwechsel. Lediglich zehn Prozent, dem Landesdurchschnitt entsprechend, brachen ab.

Autor: Jeanne Lutz

16.10.2013
Hasso M
16.10.2013
Schulschwänzer auf gutem Weg

Die Schulschwänzer managen bereits jetzt ihre Erziehungsberechtigen, Lehrer und Behörden. Ein guter Start, um später das große Geld verdienen zu können. Das nennt sich auch: Learning by doing :-) mehr...

derbernd
16.10.2013
Schulschwänzer auf gutem Weg

Auf jeden Fall, die wissen dann wie s geht! mehr...

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