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Jubiläumswanderer in diesem Sommer am Hahntennjoch.  Archiv
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Mit der nötigen Sicherheit geht’s nach oben.  Tanneberger
Mit der nötigen Sicherheit geht’s nach oben. Tanneberger
Knödel satt: die Hüttenpächterin Ingrid Penz. Constantin
Knödel satt: die Hüttenpächterin Ingrid Penz. Constantin
18.10.2016

Sektion Pforzheim des Alpenvereins feiert 125. Jubiläum

Pforzheim. In diesem Jahr kann die Sektion Pforzheim des Alpenvereins auf 125 Jahre zurückblicken und dieses Ereignis wollen die Mitglieder am Samstag, 22. Oktober, im Bürgerhaus Buckenberg–Haidach entsprechend mit Alphorn- und Stubenmusik der Schömberger Gruppe um Stefan Wöhr begehen.

Die Hüttenpächterin Ingrid Penz wird mit einer Kreation von unterschiedlichen Knödeln und Salat aufwarten.

Beliebte Anlaufstelle

Es ist ein rechtes Jubiläumsjahr: So wird auch 115 Jahre „Alte Pforzheimer Hütte“ auf dem Schlingpass in Südtirol gefeiert, 90 Jahre Berghaus im Gleierschtal sowie 20 Jahre Ausbildungszentrum auf der Wilferdinger Höhe. Die beliebte Anlaufstelle an der Heidenheimer Straße dient den unterschiedlichsten Ausbildungsrichtungen im Bergsport.

Am 28. Dezember 1891 mit 87 Mitgliedern gegründet, fasste das Bergsteigen und Bergwandern auch in der Region Fuß. Während dieser langen Zeit gab es nur sechs Vorsitzende: Von 1891 bis 1997 Oberförster Rau; von 1897 bis 1904 Professor Grabendörfer; von 1904 bis 1920 und von 1937 bis 1944 Emil Witzenmann; dazwischen von 1921 bis 1937 Adolf Witzenmann. Nach Emil Witzenmann folgte 70 Jahre lang Dr. Walter Witzenmann bis zu seinem Tod 2004 und ab 2005 Rolf Constantin. Aus kleinsten Anfängen hat sich ein Verein entwickelt, der heute über 3600 Mitglieder zählt und der sich zum größten Sportverein in der Stadt und in der Region entwickelt hat.

Zwei Weltkriege lagen dazwischen, die auch unter den Mitgliedern Lücken hinterließen. Durch den Angriff auf Pforzheim wurden alle Aufzeichnungen ein Opfer der Flammen. Trotzdem konnte zum 100-jährigen Jubiläum ein Buch in Druck gehen, das einen Streifzug durch die Geschichte der Sektion darstellt. Ein Großereignis in der Geschichte der Sektion war die erste Hauptversammlung nach der Wiedervereinigung der Sektionen von Ost- und Westdeutschland 1990 in Pforzheim.

Große Bergsteiger

In den Reihen der Mitglieder gab es auch große Bergsteiger wie den Pforzheimer Walter Stösser, der 1935 an der Nordwand des Morgenhorns in den Berner Alpen tödlich verunglückte. Eine Straße in Dillstein und in München erinnern an ihn. Auch der langjährige Hüttenwart Fritz Kast sowie Adolf Witzenmann, nach dem auch ein Gipfel in den Dolomiten benannt ist, seien laut Constantin herausragende Bergalpinisten gewesen.