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05.09.2008

Singles kontra Besserverdiener

Irgendwas muss dran sein am Ratschlag der Bibel, wonach es nicht gut sei, wenn der Mensch alleine lebe. Zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht. Die mit der wirtschaftlichen Lage Zufriedenen leben eher in einer Beziehung als alleine.

Zudem handelt es sich bei ihnen eher um Männer als um Frauen, sie sind tendenziell etwas älter und verdienen auch besser. Obendrein neigen sie überdurchschnittlich häufig dazu, ein Hobby zu haben oder sich ehrenamtlich zu engagieren. Und zu guter Letzt sind sie nicht nur mit ihrer wirtschaftlichen Lage zufrieden oder gar vollkommen zufrieden, sondern erteilen auch ansonsten dem Leben im Nordschwarzwald bessere Noten als der Durchschnitt. Nicht zu vergessen ist: Bei den wirtschaftlich Zufriedenen handelt es sich laut Regionalmonitor um die Mehrheit der Menschen im Großraum Pforzheim. 64 Prozent sind zufrieden (50 Prozent) oder gar vollkommen zufrieden (14 Prozent), ganze 18 Prozent sind weniger zufrieden (12 Prozent) oder restlos unzufrieden (6 Prozent). Und unter diesen 18 Prozent finden sich mehr Frauen, mehr Jüngere, mehr Leute mit einem formal niedrigeren Bildungsstand, mehr Pessimisten, weniger Heimatverbundene und ehrenamtlich Engagierte – vor allem aber, was nicht wirklich verwunderlich ist, mehr Menschen mit einem geringen Einkommen. Insgesamt gehören zu dieser Gruppe folgerichtig auch mehr Singles –  ein Zustand, der offenkundig der wirtschaftlichen Zufriedenheit nicht zuträglich ist.