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Ein echter Hingucker – die Entwürfe von Phillip Lichtenfeld: Zu knappen schwarzen Lederröcken und -pants trugen die Mädchen goldbraune Blusen und extrem hohe, konische und sehr spitze schwarze Hüte.Frommer
Ein echter Hingucker – die Entwürfe von Phillip Lichtenfeld: Zu knappen schwarzen Lederröcken und -pants trugen die Mädchen goldbraune Blusen und extrem hohe, konische und sehr spitze schwarze Hüte.Frommer
Die Models von Jung-Designerin Jessy Aydt zeigten sich ganz in Weiß mit rot gefärbten Haarspitzen und überklebten Augenbrauen .
Die Models von Jung-Designerin Jessy Aydt zeigten sich ganz in Weiß mit rot gefärbten Haarspitzen und überklebten Augenbrauen .
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Spektakulärer Mode-Cocktail

Was für ein gelungener Schlusspunkt. Acht blutjunge Absolventen des Pforzheimer Berufskollegs Mode und Design der Akademie für Kommunikation überzeugten im Volksbank-Atrium mit unterschiedlichsten Kollektionen voll spannender optischer Kontraste – und mit einer spektakulären Inszenierung.Immer wieder erhielten die Abschlussarbeiten der acht Modedesigner spontanen Szenen-Applaus am Laufsteg.

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Das bunt gemischte Publikum honorierte gleichermaßen Idee, kreative Umsetzung und die besonders eindrucksvolle Präsentation der gezeigten Outfits. Die Bandbreite der Modenschau reichte von den sommerlich leichten und verspielt femininen „Sol i Luna“-Kreationen Aline Celis über die hochgeschlossenen Arbeiten von Seyma Sahingöz (20) zum Thema „Ottoman Soul“ bis zur ausschließlich von männlichen Models – barfuß – präsentierten und fast durchgängig mit schwarzen Stoffen gestalteten Kollektion „Memento moriendum esse!“ („Gedenke, dass du sterben wirst!) der ebenfalls erst 20-jährigen Hannah Weidner. Sie konnte sich beim Auswahlverfahren um einen von 15 Studienplätzen an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee gegen rund 500 Mitbewerber durchsetzten (die PZ berichtete).

Das Defilee der Kollektion von Aline Celi – gezeigt wurden federleichte Seide und andere fließende, teils transparente Stoffe – war übrigens die einzige Abschlussarbeit, die zu Live-Musik präsentiert wurde: Hierfür hatte die aus Natal in Rio Grande do Norte stammende Modedesignerin ihre brasilianischen Landsleute Vítor Diniz-Barbosa (Flöte) und Ítalo Nalyson (Gitarre, Komposition und Gesang) gewinnen können. Eine sehr gute Wahl. Alle acht Absolventen wurden übrigens tatkräftig und fachbereichsübergreifend unterstützt: von den 23 angehenden Grafik-Designern der Klasse 2 der Akademie für Kommunikation (AfK). Sie gestalteten auch den Flyer der Modenschau „Kontraste“.

Unter hohen Hüten

Was optisch im Gedächtnis bleiben wird? Mit Sicherheit die aufsehenerregenden Kreationen von Phillip Lichtenfeld. Der in diesem Jahr einzige männliche Absolvent des Berufskollegs ließ seine Models in einer besonders gewagten Mischung über den Laufsteg gehen: Zu knappen schwarzen Lederröcken und -pants trugen die Mädchen goldbraune Blusen und extrem hohe, konische und sehr spitze schwarze Hüte, die entfernt an die in den spanischen Prozessionen während der Osterwoche zu sehenden „Capirotes“ erinnerten. Einen weiteren optischen Akzent setzte Lichtenfeld bei seiner – „Paradoxon“ titulierten – Kollektion mit käfigartig gestalteten schwarzen Capes, die optisch an Korsagen oder Reifröcke erinnerten.

Klassisch elegante Linien, Strass und tief dekolletierte Abendgarderobe bestimmte die Kollektion „Casino Royal“ von Anna Weber (22). Valerie Bartel (19) gefiel mit witzigen und bunten Outfits, Jasmin Fellner (19) zeigte ihre „Schneekönigin“ unter einer filigranen weißen und venezianisch anmutenden Halbmaske. Für einen gelungenen Schlusspunkt sorgten die strahlend weißen Arbeiten der 19-jährigen Jessy Aydt: Ihre Models zeigten sich bei „Re-Inkarnation“ mit rot gefärbten Haarspitzen und überklebten Augenbrauen auf dem in gleißend helles Licht getauchten Laufsteg. Neben der Volksbank zählten „Killerfish“ und der Friseur „Cutting Crew“ zu den Sponsoren.

Autor: Robin Daniel Frommer | Pforzheim

25.07.2012

Leserkommentare (1)

Mehr Kommentare
1
Nachtigall | 25.07.2012 | 00:59

Hihihi - "blutjung" ... Da scheinen dem Herrn Journalisten ja die Hormone durchgegangen zu sein. Die Mädels mit den komischen Hüten würde ich übrigens auch gerne mal in der Fußgängerzone treffen. Wäre echt eine Bereicherung des Stadtbildes. Aber das bleibt wohl ein Traum. Und die Designer werden wohl auch nicht in Klein-Pforzebach bleiben. mehr...

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