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Kranzniederlegung am Platz der Synagoge vor dem VolksbankHaus: Landrat Karl Röckinger, Oberbürgermeister Gert Hager, Rami Suliman, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Pforzheim, und Zeitzeuge Horst Selbiger (von links). Foto: Ketterl
Kranzniederlegung am Platz der Synagoge vor dem VolksbankHaus: Landrat Karl Röckinger, Oberbürgermeister Gert Hager, Rami Suliman, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Pforzheim, und Zeitzeuge Horst Selbiger (von links). Foto: Ketterl
10.11.2016

Stadt, Kreis und Jüdische Gemeinde erinnern an die Novemberpogrome 1938

Pforzheim. Sehr persönliche Einblicke in die Geschehnisse während der Novemberpogrome hat Horst Selbiger gestern geschildert. Bei der offiziellen Gedenkveranstaltung zur Zerstörung der alten Pforzheimer Synagoge am Morgen des 10. November 1938 berichtete der Zeitzeuge und Shoa-Überlebende darüber, „wie es uns jeden Tag erging, was über uns hereinbrach, was wir erleben mussten“

Nachdem Oberbürgermeister Gert Hager – erstmals nahm auch Landrat Karl Röckinger für den Enzkreis teil – dazu aufgefordert hatte, gegen Hass jeglicher Art einzuschreiten, beschrieb der 88-Jährige die systematischen reichsweiten Übergriffe. Ziel der Gewaltaktion an jenem 15. Jahrestag des „Marschs auf die Feldherrnhalle“ im Rahmen des gescheiterten Hitlerputschs waren unter anderem jüdische Gotteshäuser, Geschäfte, Unternehmen und Privatwohnungen.Selbiger erinnerte am Beispiel Salomon Rosenblüths daran, wie SA-Leute in die Wohnungen jüdischer Familien eindrangen und diese verwüsteten. Der Pforzheimer Zigarrenhändler wurde ebenso blutig geprügelt wie seine Frau, die versuchte, ihn zu schützen, so Selbiger.

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