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26.12.2010

Starker Schneefall hält Feuerwehr auf Trab - ein Protokoll

PFORZHEIM/ENZKREIS. Heftige Schneefälle, glatte Straßen und starker Frost haben über die Weihnachtstage die Feuerwehren in Pforzheim und dem Enzkreis beschäftigt. Von Heiligabend bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag gab es insgesamt 33 Einsätze. 19 Einsätze waren im Pforzheimer Stadtgebiet zu bewältigen, 14 gab es im Enzkreis.

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren am 23. und 24. Dezember an der Pforzheimer Gellertstraße im Einsatz. Dort stürzte eine Stützmauer teilweise ein, weitere Teile der Wand mussten gesichert werden. Hier waren auch das Bauaufsichtsamt und ein Statiker vor Ort.

Um 17.20 Uhr rückte die Feuerwehr auf die schneeglatte Autobahn aus. Dort waren vier Fahrzeuge an einem Unfall beteiligt, verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr übernahm die Verkehrssicherung. Um 18.16 Uhr fuhr die Feuerwehr zum Bahnhof Weißenstein. Dort waren acht Fahrgäste gestrandet, weil Bäume die Nagoldbahn blockierten. Die Fahrgäste wurden zum Hauptbahnhof transportiert. Kurz vor 19 Uhr kam dann auf der Autobahn ein Sattelzug von der Fahrbahn ab. Der Fahrer blieb unverletzt, aber die Feuerwehr musste rund 900 Liter Kraftstoff abpumpen. 21 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwiligen Feuerwehr Brötzingen-Weststadt verbrachten so den Heiligen Abend.

Am 1. Weihnachtsfeiertag musste das Personal der Feuerwehrleitstelle verstärkt werden. Rund 150 Anrufer fragten nach, warum Busse nicht fuhren oder bestimmte Straßen nicht geräumt wurden. Insgesamt acht Mal mussten Bäume beseitigt werden, die Straßen blockierten. Die Feuerwehr musste einen Rettungswagen freischleppen, der sich bei Büchenbronn festgefahren hatte. Um 20.17 Uhr gab es Alarm für die Feuerwehr Remchingen. In Singen war ein Fernseher in Brand geraten.

Unruhig verlief auch der zweite Weihnachtsfeiertag: Um 12.03 Uhr rückten der Löschzug der Berufsfeuerwehr, sowie freiwillige Kräfte aus Brötzingen-Weststadt und Dillweißenstein zur Thomaskirche in der Nordstadt aus. "Rauch aus dem Kirchturm" war gemeldet worden. Zum Glück entpuppte sich der Rauch als Wasserdampf, der durch die Sonneneinstrahlung auf das Kirchendach entstanden war. Die Feuerwehr Mühlacker musste am Sonntag zu einem größeren Wasserrohrbruch ausrücken.

Einen größeren Rettungseinsatz hatten am Nachmittag die Feuerwehren aus Pforzheim, Büchenbronn und Grunbach zu bewältigen. Im Wald war eine bewusstlose Person gefunden worden. Die Rettung war schwierig, weil die Zufahrtswege aufgrund der Witterungsverhältnisse größtenteils unpassierbar waren. Die Feuerwehr brachte Rettungsdienst-Kräfte und den Notarzt mit einem geländegängigen Fahrzeug zum Patienten.

Außer den Feuerwehreinsätzen hatte die Feuerwehrleitstelle über Weihnachten noch 17 Serviceinsätze für die Stadtwerke Pforzheim und die Handwerkerinnung zu bewältigen.