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Internet-Guru: Ossi Urchs weiß bestens über Facebook und Co. bescheid.
Internet-Guru: Ossi Urchs weiß bestens über Facebook und Co. bescheid.

Studium Generale: „Social Media ist kein Schnupfen“

Vortragsreihe „Studium Generale“ startet ins nächste Semester.Internet-Guru Ossi Urchs machte am Mittwochabend den Anfang.

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Junge Studenten drängen sich durch die engen Sitzreihen. Vereinzelt finden Sie noch einen Platz und lassen sich, von den vielen Vorlesungen ermüdet, in den Sitz fallen. Anstatt langsam den Weg in die nächste Kneipe zu finden, um den Sieg des FC Bayern München über Olympic Marseille im Champions League Viertelfinale anzusehen, sind sie noch freiwillig an der Hochschule geblieben.

Neugierige Studenten

Die Person, die den Auftakt zur Vortragsreihe „Studium Generale“ machen soll, macht neugierig. „Studenten haben mich im Voraus zwei Dinge gefragt“, sagt Christa Wehner, Professorin für Marktforschung, in ihrer Begrüßung. „Heißt er wirklich so und sieht er wirklich so aus, wie auf den Plakaten?“ Die Rede ist vom Internet-Guru Ossi Urchs, der im Übrigen tatsächlich so heißt. Urchs hat sich in der Vergangenheit einen Namen als Unternehmensberater in Sachen Web-Strategien gemacht. In seinem Vortrag widmet er sich ganz dem Thema „Soziale Netzwerke.“ Diese hätten laut Urchs unsere Art der Kommunikation nämlich grundlegend verändert. Seine These macht er anhand einiger Zahlen fest. 85 Prozent der deutschen Internetnutzer seien in einem solchen Netzwerk. Das Bekannteste unter ihnen, Facebook, verzeichne bereits weltweit über 845 Millionen Mitglieder und pro Minute änderten 695000 von ihnen ihre Statusmeldung. Dadurch habe man viel mehr Kontakt zu seinen Mitmenschen und würde nicht mehr so stark vereinsamen.

Wirtschaft muss sich anpassen

„Social Media ist kein Schnupfen. Das geht nicht einfach wieder weg“, sagt Urchs und will damit verdeutlichen, dass sich die Wirtschaft an diesen Umstand anpassen müsse. „In den vergangenen Jahren haben die Unternehmen verlernt, den Kunden zuzuhören“, findet Urchs. Gerade durch Facebook ändere sich das. Die Unternehmen stünden im direkten Dialog zum Kunden. Dort könnten sie ihre Ideen verkünden und die möglichen Abnehmer direkt fragen, was sie davon halten. Ein bekannter Autohersteller sei sogar so weit gegangen, dass er einen neuen Wagen nicht etwa auf einer Automobilmesse präsentiert habe, sondern live vor einem weltweiten Publikum auf Facebook. Der Vorteil aus Urchs Sicht: Der Hersteller wisse sofort, ob das Produkt dem Kunden gefällt.

Nach einem kurzweiligen Vortrag mit Fragerunde und einem Umtrunk im Foyer, endet der Vortrag nicht ganz pünktlich zum Anpfiff. Gut, dass es Facebook und Smartphones gibt. So erfahren die Fußball-Fans doch noch zu jeder Zeit den aktuellen Spielstand.

Autor: Nezih Payzin | Pforzheim

29.03.2012

Leserkommentare (4)

Mehr Kommentare
1
neigschmeckte | 30.03.2012 | 11:49

Sieht für mich eher aus wie ein Nicht-Internet-Nutzer :confused: Tja, so kann man sich täuschen.... mehr...

2
BadnerBube | 30.03.2012 | 16:48

Schon wieder einer der Werbung für Facebook macht. Ob er von denen gesponsort wird? Mich wird man dort auf jeden Fall nicht treffen. Meine Kommentare bei PZ-News sind schon genug für diese Welt. mehr...

3
Demagoga | 30.03.2012 | 16:55

Ich habe mich dort bereits sehr weit zurückgezogen.... es gibt sinnvolleres zu tun als zu wissen, ob sich ne Freundin die Nägel lackiert oder ob sich ein Ex-Lover durch meinen Freundeskreis vögelt.... Zeitverschwendung mit angeblichen Werbeeffekt.. ... für mich gibt es keine "gefällt mir" mehr, weil ich keinen bock hab, die Werbung, die ich aus meinem Briefkasten direkt ins Altpapier geklatscht habe hier zwischen wirklich interessanten Meldungen lesen zu müssen.... Wir können FB oder Twitter ...... mehr...

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