Rocker kontra Türsteher - Hells Angels, United Tribuns, Black Jackets, Gremium

Der Pforzheimer Hells-Angel-Vize-Chef muss sich wegen einer Massenschlägerei vom November vor Gericht verantworten. Er soll dabei einen gezielten Schuss abgegeben haben.
Pforzheimer Hells Angel Vize-Chef wegen Massenschlägerei vor Gericht © Seibel

Tötungsabsicht? Schuss von Pforzheimer Vize-Chef der Hells Angels auf Mitglied der United Tribuns

PFORZHEIM/KARLSRUHE. Der 35-jährige Vize-Chef der Pforzheimer „Hells Angels“ muss sich vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Karlsruhe wegen der Massenschlägerei von Mitgliedern der „Hells Angels“ und der „United Tribuns“ im November vergangenen Jahres in der Nordstadt verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag, besonders schweren Landfriedensbruch, zwei Verstöße gegen das Waffengesetz und gefährliche Körperverletzung vor.

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Oberstaatsanwalt Christoph Reichert ist überzeugt, dass es Lenny K. (Name geändert) war, der am 27. November einen gezielten Schuss auf Mitglieder der Türsteher-Clique abgegeben hat. An seinen Händen stellten Kriminaltechniker Schmauchspuren fest – Zeichen dafür, dass K. Unmittelbar vorher geschossen hatte. Die Tatwaffe wurde allerdings nie gefunden. K.s Anwalt Uwe Kirsch bestreitet den Tatvorwurf gegen seinen Mandanten, der sich seit der Großrazzia der Polizei im Dezember in Untersuchungshaft befindet.

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Für den Prozess wid mit gewaltigen Sicherheitsvorkehrungen gerechnet. Am vergangenen Freitag war es zu umfangreichen Anfahrtskontrollen in der Nordstadt gekommen. Die „Hells Angels“ hatten zu einer „Open-House“-Party eingeladen. Knapp 100 Polizisten rund 150 Personen und über 60 Fahrzeuge. Beschlagnahmt wurden zahlreiche gefährliche Gegenstände, darunter 40, die unter das Waffengesetz fallen. ol