

Gute Chefs wissen, wie sie ihre Mitarbeiter überzeugen. Mark Smith, Vorstand für den Südwesten des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young , ist so ein guter Chef. Gestern hat er 38 Reuchlin-Gymnasiasten des Neigungsfachs Wirtschaftslehre im Rahmen der Handelsblatt-Aktion „Chef zu gewinnen“ Rede und Antwort gestanden. Die Initiative dafür ging von Schüler Matthias Berthold auf Anregung von Lehrer Werner Engelhorn aus.
„Meine Frau überzeugt mich meist mehr als ich sie. Demzufolge muss sie auch ein guter Chef sein“, scherzte Smith, welcher der Pforzheimer Hochschule eine Professur im Steuerwesen gestiftet hat, gestern während eines Presse-Interviews. „Aber in einer wichtigen Frage, was den Ausbildungsweg unserer Kinder betrifft, hatte ich dann doch die besseren Argumente. Ich plädierte für eine Internationale Schule, meine Frau für einen normalen gymnasialen Bildungsweg“, so Smith.
Der Referent riet den Schülern, Visionen zu entwickeln, aus denen sich Strategien ableiten. Es gehe nicht nur um potenzierten Spaß bis zum Abwinken und um die eigene Selbstverwirklichung, sondern auch darum, das Umfeld positiv zu beeinflussen. Solche Thesen überzeugten und führten zu einer regen Diskussion. Lehrerin Sybille Roczek freute sich, dass die zukünftigen Abiturienten der Klasse 12 des Neigungsfachs Wirtschaft aus erster Hand über Karrierewege, den Manager-Alltag und berufliche Perspektiven informiert wurden.
Zuvor hatten die Pforzheimer Schüler bei „Handelsblatt Karriere Abi“ eine Jury mit einer überzeugenden Bewerbung für sich gewonnen. Ulrike Heize vom „Handelsblatt“ äußerte den Wunsch, mit dieser Aktion die Distanz zwischen Top-Unternehmen und einem jungen, engagierten Nachwuchs zu verringern. Wie es scheint, ist das gelungen, denn Smith sagte am Ende der Diskussion: „Ich hoffe, dass ich jetzt 38 neue Chefs gewonnen habe.“
Aktionsurkunden gab es für Mark Smith und Matthias Berthold, der stellvertretend für die Klassen das „Chef zu gewinnen“-Dokument entgegennahm.Roger Rosendahl





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