

PFORZHEIM. Türkische Gastfreundschaft können alle interessierten Besucher am Wochenende beim farbenfrohen Gemeindefest rund um die Fatih-Moschee erleben. Neben Führungen gibt es auch kulinarische Kostproben.
Ein Familienfest veranstaltet die Türkisch Islamische Gemeinde und hat dazu das Areal rund um das Gebetshaus an der Eutinger Straße in einen orientalischen Basar verwandelt. Dabei haben die emsigen Organisatoren keinerlei Mühen gescheut, um den Gästen einen kulturellen Augen- und Ohrenschmaus sowie kulinarische Leckerbissen zu präsentieren.
So wird sich im „Sark Kösesi“, einer osmanischen Sitzecke zum Zwecke des Gedankenaustauschs getroffen, um sich gemeinsam beim Teetrinken über die türkische oder andere Lebensweisen auszutauschen. Magisch zieht der türkische Basar die Besucher mit den vielfältigsten Handarbeiten, Geschenken, Büchern, Haushalts- oder Schmuckwaren an, außerdem kann hier viel Wissenswertes erfahren werden.
So ist die von den Frauen als Haarbefestigung unter dem traditionellen Kopftuch getragene „Bone“ längst zu einem farbenfrohen und schmückenden Accessoire der modernen türkischen Frau geworden. Noch viel genussvollere Freuden der türkischen Küche können verkostet werden, so die auf Backplatten zubereiteten Gözleme, mit Schafskäse und Spinat gefüllte Yufka-Fladen. Oder die den Maultaschen ähnelnden Manti, zu denen ein Ayran-Joghurt-Getränk serviert wird.
Ganz zu schweigen von den bekannten süßen Leckereien: „Wer Süßes isst, spricht auch süß“, verlocken die fleißigen Honigbäckerinnen mit einem alten türkischen Sprichwort zum Innehalten. Dabei wird darüber aufgeklärt, dass es sich bei der hier gefeierten „Kermes“ um eine Wohltätigkeitsveranstaltung zum Unterhalt der Moschee handelt.
Auch deshalb werden die Gäste gerne zur „Yardim Kutusu“, der Spendenbox, für die geplante Einrichtung des neuen Bildungszentrums geleitet, schließlich soll noch in diesem Jahr mit der Errichtung des neuen Mehrzweckgebäudes begonnen werden.
Und eingerahmt wird das Geschehen von zahlreichen zum Lesen einladenden Tafeln mit Muhammed-Weisheiten wie „Der, wo sich satt ins Bett legt, während der Nachbar hungert, ist nicht von uns“. Statt der zehn Gebote inspirieren „Der Mensch soll keinen Zweck haben, als eben Mensch zu sein“ oder Zitate von Johann Wolfgang Goethe zum Nachdenken.
Auch die Masdshid (Moschee) kann besichtigt und bei Koran-Vorlesungen erfahren werden, dass darin jegliche Art von Gewalt als verboten beschrieben wird.
Autor: michael block





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