20° Aktuelles Wetter
Mi, 23.05.2012
> Zum Wetter
25. November 2009
Die Staatsanwaltschaft hat das Pforzheimer Rathaus durchsucht.
Die Staatsanwaltschaft hat das Pforzheimer Rathaus durchsucht.
© Ketterl

Umfrage: Vertrauen der Pforzheimer in Stadt erschüttert

PFORZHEIM. Wenn die Staatsanwaltschaft ein Rathaus durchsucht, macht das nicht gerade einen guten Eindruck bei den Menschen. Bei vielen Pforzheimern ist das Vertrauen in die Stadtverwaltung durch die früheren Finanzgeschäfte der Stadt ohnehin schon erschüttert.

Anzeige

Aufgrund von hochspekulativen Geldanlagen droht der Stadt die Pleite. Doch was von den Menschen nun auch bemerkt wird, ist das Bemühen des neuen Oberbürgermeisters Gert Hager, Transparenz in die Vorgänge auf den Chefetagen des Rathauses zu bringen. Dieser hatte sich am Dienstag sofort an die Presse gewandt, als die Staatsanwälte begannen, das Rathaus zu durchsuchen – auch die Privatwohnungen der ehemaligen Oberbürgermeisterin Christel Augenstein und der Kämmerin Susanne Weishaar sollen aufgrund einer anonymen Anzeige durchsucht worden sein.

Fragt man die Menschen in Pforzheim, so wird eines schnell deutlich: Dass die hochspekulativen Finanzgeschäfte auf Unwissenheit von Oberbürgermeisterin Christel Augenstein und Kämmerin zurück zu führen sind, will niemand glauben. „Die müssen sich doch auskennen, die haben das doch gelernt“, meint einer der Befragten bei einer Umfrage von PZ-news. Und: „Wenn ich so einen Posten habe, muss ich doch merken, wenn ich über den Tisch gezogen werde.“ Eine andere Befragte meint: „Das ist doch bewusst passiert.“

Bis zu 77,5 Millionen könnten der Stadt durch die Derivate-Geschäfte verloren gehen – im schlimmsten Fall. Dennoch: Helfen wollen die meisten Pforzheimer ihrer Stadt deshalb nicht. „Geld spenden werde ich sicher nicht“, lautet häufig die Antwort. „Denen kann man nicht mehr helfen“, findet ein anderer. Ohnehin sollte man „die zur Verantwortung ziehen, die das gemacht haben“.

Dass die Bürger selbst die Leidtragenden sind, wenn es mit der Finanznot wirklich so weit kommt, da sind sich alle sicher. Weniger Investitionen in Kindergärten und Schulen oder Einschnitte bei öffentlichen Einrichtungen sind für die Bürger die logische Konsequenz des Debakels. „Kürzungen bei Schwimmbädern, Turnhallen und Sportvereinen“ vermutet einer, ein anderer meint, die Armut in Pforzheim sei an allen Ecken der Stadt sichtbar.

Autor: Carolin Ulbrich

30.05.2011

Weitere Artikel, Bilder und Videos zum Thema

Leserkommentare (10)

Mehr Kommentare
1
janmg | 25.11.2009 | 14:30

Quo vadis Pforzheim? Fakt ist, die Bürger haben nichts verbockt, werden aber irgendwie die Zeche zahlen müssen. Den selbst wenn die denen das Debakel angelastet wird tatsächlich auch rechtlich für schuldig erklärt würden, diese hohe Zeche könnten sie auch nicht Zahlen. Wie also raus kommen aus der Misere? Spenden für die eigene Stadt? Mag lächerlich klingen, aber letzten Endes werden wir es wohl müssen freiwillig oder unfreiwillig durch Erhöhung von Abgaben oder Streichung von Leistungen. ...... mehr...

2
Seggl | 25.11.2009 | 14:37

[QUOTE=Webmaster;31372]Ohnehin sollte man „die zur Verantwortung ziehen, die das gemacht haben“. [/QUOTE] Vorsicht mit solchen Äußerungen. Sonst kommt der böse Wächterrat und und lässt seine Macht spielen. :D mehr...

3
Hasso M | 25.11.2009 | 15:43

Sehr geehrter Herr User Seggl, das ist mit Anführungszeichen versehen die Aussage eines Bürgers! mehr...

Schriftgröße A A A
Artikel teilen
Anzeige
Anzeige
Top Adressen
Anzeige
Top Angebote
Anzeige
Regional Finder
Ispringen
Kämpfelbach
Eisingen
Königsbach-Stein
Remchingen
Keltern
Straubenhardt
Birkenfeld
Neuenbürg
Engelsbrand
Unterreichenbach
Schömberg
Neuhausen
Tiefenbronn
Heimsheim
Friolzheim
Wimsheim
Mönsheim
Wiernsheim
Wurmberg
Niefern-Öschelbronn
Kieselbronn
Neulingen
Ölbronn-Dürrn
Ötisheim
Mühlacker
Illingen
Maulbronn
Sternenfels
Knittlingen
Oberderdingen
Pforzheim
Exklusiv in der PZ

Das lesen Abonnenten am Mittwoch exklusiv in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":

Stadtgeflüster: Sabine flüstert heute unter anderem über junges Gemüse und einen Noch-Junggesellen, Bart-Träger im ZDF und eine doppelte Mama. Seite 18

Hier geht es zum PZ-Abo und zum 14-Tage-Probeabo

Hier geht es zum E-Paper ...

PZ lesen per E-Paper

zum Log-In                       zur Startseite

Umfrage
Ist die Energiewende noch zu schaffen?
PZ-news auf Facebook
Umfrage
Welches Spiel wollen Sie im Video sehen?
Webcam
Mi, 23.05.2012 00:42
Anzeige
Anzeige