
PFORZHEIM. Auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof ist es – vermutlich am Wochenende – zu einer Grabschändung auf dem jüdischen Teil des Areals gekommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, informierte die Friedhofsverwaltung des Grünflächen- und Tiefbauamts gestern kurz vor 12 Uhr die Polizei, dass fünf Grabsteine mit der Inschrift nach unten auf der Erde lägen – herausgerissen aus der Verankerung. Der Schaden beträgt rund 800 Euro.
Die Grabsteine standen unmittelbar nebeneinander. Nach PZ-Informationen gab es keine Schmierereien. Die Polizei ermittelt nun wegen Störung der Totenruhe und legt den Fokus naturgemäß auf die rechte Szene. Polizeisprecher Wolfgang Schick kündigte an, auch den Hauptfriedhof in die Überwachung durch die Streifendienste einzubeziehen.
Oberstaatsanwalt Christoph Reichert hatte in der vergangenen Woche bei einem Redaktionsgespräch in der PZ zum Thema Rechtsextremismus betont: „Wir müssen den Anfängen wehren, dürfen die Augen nicht verschließen und müssen Rechtsbrüche konsequent verfolgen.“ ol





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