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Nur vor den Räumen des Naturheilvereins an der Christophallee – nicht innen drin – darf die PZ einen der „Rebellen“, den ehemaligen Kassenprüfer Uwe Alt, fotografieren. Foto: Seibel
Nur vor den Räumen des Naturheilvereins an der Christophallee – nicht innen drin – darf die PZ einen der „Rebellen“, den ehemaligen Kassenprüfer Uwe Alt, fotografieren. Foto: Seibel
23.03.2016

Unschöne Querelen beim Naturheilverein dauern an

Pforzheim. Die Stimmung ist gereizt im Eingangsbereich der BücherZentrale des Naturheilvereins an der Christophallee. Es sind noch wenige Minuten bis zur Jahreshauptversammlung, die es in sich haben wird, wie sich später herausstellt. „Zutritt nur mit Mitgliedsausweis“, raunzt einer der Kassenprüfer. Er ist einer der Getreuen des Vereinsvorsitzenden Peter Emmrich. Den anderen 2014 gewählten Kassenprüfer, Uwe Alt, wird man später wegen „vereinsschädigenden Verhaltens“ aus dem Verein ausschließen.

Alt wird sich, sagt er, zivilrechtlich gegen die „Verleumdung“ zur Wehr setzen. Auch die Presse erhält keinen Zutritt – Emmrich macht von seinem Hausrecht Gebrauch. „Die letzten zwei Artikel haben uns gereicht“, sagt er, als er den PZ-Berichterstatter und den Fotografen erblickt. Zur Erinnerung: Die PZ hatte über Querelen innerhalb des Vereins und den tiefen Graben zwischen dem mit rund 2400 Mitgliedern größten der rund 50 deutschen Vereine und dem Deutschen Naturheilbund (DNB) berichtet. Emmrich hatte Chef des Dachverbands werden wollen, war aber bei der Wahl durchgefallen. Daraufhin erklärte er den Austritt aus dem DNB, was dieser nicht hinnehmen wollte. Der Verband klagte gegen den Austritt – die Klage wurde vom Landgericht Karlsruhe abgewiesen. Eine Berufung dagegen ist beim Oberlandesgericht Karlsruhe anhängig.

Pikant: Ehemals beste Kollegen sitzen als Intimfeinde in der gleichen Immobilie an der Christophallee – zu ebener Erde die BücherZentrale des Vereins. Aber auch die Geschäftsstelle des deutschen Dachverbands: Sabine Neff und drei Mitarbeiterinnen. Sie erhielten im vergangenen Jahr nach dem Eklat Hausverbot in den Räumen des Pforzheimer Vereins – darunter auch eine Mitarbeiterin, die als Ehrenamtliche über 20 Jahre lang die Mitgliederverwaltung gemanagt hatte.

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