nach oben
30.07.2008

Unverändert hohe Kinderarmut in Pforzheim

Schon seit Jahren verharrt der Anteil armer Kinder und Jugendlicher in Pforzheim auf einem hohen Niveau. Mittlerweile ist fast jedes fünfte Kind in Pforzheim auf staatliche Unterstützung angewiesen. Das sind Zahlen, die der Goldstadt nicht gut zu Gesicht stehen.

Armutszeugnis

An den knappen Hartz-IV-Sätzen kann die Stadt nichts ändern. Ihre Aufgabe ist es, die Nachteile, die armen Kindern entstehen, auszugleichen. Richtige Ansätze sind inzwischen da – auch wenn diese reichlich spät kommen.

Mit Schulmittelfonds und der geplanten Ermäßigung der Essenspreise ist ein Anfang gemacht. Jedoch reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus. Für den Schulmittelfonds etwa sollten von der Stadt zunächst 130 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Der Betrag ist auf 90 000 Euro gekürzt worden, die Stadt selbst steuert nur ein Drittel dazu bei. Hinzu kommt, dass nur ein Bruchteil der Pforzheimer Kinder bis drei Jahren sich in öffentlich geförderten Kindertagesstätten befindet. Gerade in diesem Alter ist gute Betreuung wichtig. Dass sich über 30 Prozent der Erziehungsberechtigten in Pforzheim die Kindergartengebühren nicht leisten können und auf staatliche Hilfe angewiesen sind, tut sein Übriges.

Gute Betreuung und Bildung sind der Schlüssel für den Erfolg einer Stadt. Dabei müssen diese Angebote allen Kindern und Jugendlichen zukommen. Wenn finanziell Benachteiligte davon ausgenommen sind, läuft etwas falsch.