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Die Beteiligten der Erinnerungsaktion zeigen ihr Schriftsteller-Plakat. Foto: Seibel
Die Beteiligten der Erinnerungsaktion zeigen ihr Schriftsteller-Plakat. Foto: Seibel
27.01.2016

Verbrannte Autoren erhalten ihren Platz im Kupferdächle

Pforzheim. Die Bombardierung Pforzheims im Zweiten Weltkrieg jährt sich am 23. Februar zum 71. Mal. Aus diesem Anlass veranstaltet das Kulturamt der Stadt in Zusammenarbeit mit Vertretern aus den Bereichen Kirche, Kultur, Schulen und Gesellschaft etliche Gedenk- und Informations-Veranstaltungen. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf den Themen Verantwortung und Toleranz. Besonders sticht hier das Projekt „Sapere Aude“ der Klasse 10 a der Otterstein-Realschule hervor.

Auf Deutsch bedeutet der lateinische Ausspruch seit der Aufklärung „habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“. Die Idee zu dem Projekt sei aus der Klassenlektüre „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury entstanden, erklärt Christine Scharrer, eine der betreuenden Lehrkräfte. In dem Buch verbrennt die Feuerwehr Bücher, statt Brände zu löschen. Daher habe sich den Schülern die Frage gestellt, wie es zu einer solchen Vernichtung von Literatur kommen könne.

Sie beschäftigten sich mit Schriftstellern, deren Werke 1933, als Deutschland unter national- sozialistischer Herrschaft stand, Opfer des Feuers wurden. Jeder Schüler las ein anderes Buch von Erich Kästner, Franz Kafka, Bertolt Brecht und vielen weiteren. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.