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20.10.2011

Vision über eine Stadt der Zukunft

Während sich die Bürger am Wochenende bei der Zukunftswerkstatt mit dem Thema Mobilität auseinandersetzen sollen, hat die Stadtverwaltung jetzt bereits die Ist-Analyse zum Thema Stadtbild/Wohnen für den November vorgelegt. Auf 137 Seiten liefern verschiede Fachämter die Datenbasis, auf der von Experten und Bürgern diskutiert werden soll: Wo liegen die Potenziale der Stadt, wie kann sie attraktiver werden?

Stadtplaner und Themensprecher Michael Wolf hat die jeweiligen Stärken und Schwächen aufgelistet und kommt zu teilweise ermutigenden Ergebnissen. Ein tolles Wohnumfeld habe Pforzheim zu bieten, im Zentrum sehr urban, an den Rändern dörflich geprägt und mit Halbhöhenlagen versehen.„Für jeden ist etwas dabei.“

Trotz der Sandwichlage zwischen Karlsruhe und Stuttgart punkte die Stadt mit der Nähe zu Schwarzwald und Kraichgau. „Wir haben eine stabile Bevölkerungstendenz, die durch Zuwanderung geprägt ist.“ Die Aufgabe der Stadt sei es unter anderem zu verhindern, dass ganze Stadtteile abdriften. Baubürgermeister Alexander Uhlig betonte in dem Zusammenhang, wie wichtig deshalb die Integration von Zuwanderern sei.

Das Wohnen im Bestand wird nach Einschätzung der Stadt in den nächsten Jahren ausschlaggebend sein. Und damit auch die energetische Sanierung von Bauten aus den 50-er und 60-er Jahren. Die Innenstadt mit Hilfe des Innenstadtrings zu fassen und Stadträume neu zu definieren, hält Uhlig für sehr wichtig. Dabei spiele es auch eine Rolle, zu erkennen, wie die Stadt mit ihrer Nachkriegsbausubstanz umgehen wolle. Die Gefahr bestehe aber, dass weitere historische Bauten durch Neubauvorhaben aus dem Stadtbild verschwinden.

Es fehlt laut Analyse an geeignetem Wohnraum für Familien in der Innenstadt. Es fehlt an barrierefreien Wohnungen, an Baugemeinschaften und an der Bereitschaft von Eigentümern an Studenten zu vermieten. Mof