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20. März 2011
In ungewohnter Umgebung:  Kandidaten zur Landtagswahl und Jungwähler tauschten sich in der Disko „Casablanca“ aus.
In ungewohnter Umgebung: Kandidaten zur Landtagswahl und Jungwähler tauschten sich in der Disko „Casablanca“ aus.
© Deeg

Wahl-Kandidaten in der Diskothek

PFORZHEIM. „Wenn die jungen Menschen nicht zu den Politikern kommen, müssen die Politiker zu ihnen kommen.“ Dieser Gedanke hat den Stein für ein „Rockin’ Politicans“ ins Rollen gebracht. Über 100 Jungwähler hatten am Freitagabend den Weg in die Diskothek „Casablanca“ gefunden, um dort die Landtagskandidaten aus Pforzheim und dem Enzkreis besser kennenzulernen.

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Sich einen Eindruck verschaffen

Unter den Jungwählern befindet sich auch Julia Demiroglou: Sie ist 18 Jahre alt. „Für mich stand fest, sobald ich dieses Alter erreicht habe, gehe ich auch wählen,“ sagte sie. Doch für welche Partei soll sie stimmen? „Die Landtagskandidaten vertreten meistens nur die Parteimei-nungen. Deswegen ist es für mich wichtig, wie sie sich darstellen. Ich möchte einen Eindruck von ihnen bekommen“, bemerkte die junge Frau und fügte hinzu: „Ich wähle ungern jemanden, den ich nicht kenne“.

Das erste Thema des Abends war die Atomfrage. Marianne Engeser und Viktoria Schmid gaben sich dabei ganz auf der Linie ihrer CDU: „Innehalten und neu bewerten“. Die liberalen Hans-Ulrich Rülke und Monika Descharmes betonten, dass man die Atomkraft noch vorübergehend benötige. „Atomkraft sofort stoppen“, hieß es dagegen aus dem grünen Lager von Sybille Schüssler und Arno Schütterle. Die Sozialdemokraten Martin Kunzmann und Thomas Knapp fanden die Linie der CDU unglaubwürdig.

Im Saal verteilte sich der Applaus hörbar – die Jugendorganisationen der Parteien waren personell gut vertreten und unterstützten ihre Kandidaten. Julia Demiroglou hegte nach diesem ersten Thema eine Sympathie für CDU und FDP. „Man kann nicht von heute auf morgen alle Atommeiler abschalten. Dafür braucht man eine Übergangszeit – aber die unsicheren sollen sofort vom Netz“, so die Abiturientin. Nach dem Bildungsthema stellte sie fest, dass manche Parteien sich scheinbar selbst widersprechen: „Auf der einen Seite ist ihnen Globalisierung wichtig, auf der anderen wollen sie aber keinen Bachelor haben.“

Beim Thema Studiengebühren war Julia Demiroglou ähnlich gespalten wie die Parteien. „Klar ist es blöd fürs Studieren zahlen zu müssen. In anderen Ländern ist das aber selbstverständlich.“ In der Schlussrunde waren sich die Parteien wieder weitgehend einig: Das Potenzial der jungen Wähler muss genutzt werden – eine erste Möglichkeit sei der Pforzheimer Masterplan-Prozess. Davon hatte von den Anwesenden aber bisher kaum jemand etwas gehört. Die Kandidaten blickten in viele ratlose Gesichter. Die Initiative „my Pforzheim“, die den Abend organisiert hatte, versprach daher, Informationen zum Masterplan auf ihre Webseite zu stellen.

Autor: ramona deeg

20.03.2011

Leserkommentare (11)

Mehr Kommentare
1
Gottfried Heinbach | 20.03.2011 | 20:38

Für Stuttgart wähle man jetzt richtig Nie war das Kreuzchen je so wichtig Wie heuer wegen Fukushima Und wegen unsrem schlimmen Klima Wir hoffen alle auf die Neuen Damit sich alle wirklich freuen Die Bahnhof und die bösen Meiler Entrümpelten als die Verteiler Von Hoffnung auf den rechten Weg Die Atombrücke werde Steg Mit Energie aus Wind und Wasser Aus Sonne und der Biomasser Damit gerettet wirklich werde Hier unsre arme Mutter Erde Grüße von Gottfried Heinbach aus Stralsund mehr...

2
Einsteiner | 20.03.2011 | 22:13

[SIZE=2]Das ist alternativlos. :D[/SIZE] mehr...

3
DEbert | 22.03.2011 | 16:07

[QUOTE=Webmaster;77768]... um dort [B][I]die Landtagskandidaten[/I][/B] aus Pforzheim und dem Enzkreis besser kennenzulernen..[/QUOTE] FALSCH - es waren wieder mal weniger als die Hälfte der Kandidaten eingeladen sich vorzustellen - sehr demokratisch! mehr...

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