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29.07.2011

Zwei schöne Ausstellungen, aber kein Geld für Plakate

PFORZHEIM. Es ist ein geflügeltes Wort, das oftmals (fälschlicherweise) Bertolt Brecht zugesprochen wird: „Stellt Euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin . . .“ In diesem Falle zu „Stellt Euch vor, da gibt es eine Ausstellung, und keiner geht hin“ abgewandelt, soll es darauf verweisen, dass im Museum Johannes Reuchlin/Schloßkirche mit „500 Jahre Augenspiegel – ein Wunder im Wunder“ und in der Pforzheim Galerie (Kollmar & Jourdan-Haus an der Bleichstraße) mit „Jüdisches Leben in Pforzheim“ zwei Ausstellungen gibt, die etwas im Abseits liegen. Dies wegen ihrer Lage, aber auch wegen der kurzen Öffnungszeiten und den fehlenden Hinweisplakaten.

Dass es keine Plakate gebe, habe vor allem auch finanzielle Gründe, verlautet aus dem Kulturamt. Und um mit Werbereitern an belebten Stellen der Stadt „Lust auf Reuchlin zu machen“, das sei betreuungsintensiv. Sie müssten morgens aufgestellt und abends wieder eingesammelt werden, sonst würden sie vergammeln oder verschwinden.

Zumindest, so der Hinweis aus dem Rathaus, würden zwei Aufsteller im Umfeld der Schloßkirche platziert, wenn das Museum geöffnet sei. Aber das ist, für 1,3 Millionen Euro weitgehend aus Spenden erbaut und eingerichtet, mangels Personal nur montags und freitags von 15 bis 18 Uhr, sonntags 13 bis 17 Uhr zu besichtigen. ef-te