

Selbst für Ute Andok kam das Ende überraschend, sagt sie. Über sieben Jahre hatte sie die Geschicke des Tierheims Hinter der Warte 37 geleitet. Sie hatte den Job zu einem Zeitpunkt übernommen, als sich die Einrichtung in einer Krise befand, sich die Vereinsstruktur neu aufstellte und ihr Vorgänger das Handtuch warf.
Unüberbrückbare Differenzen
In den vergangenen Jahren renovierten die Mitarbeiter die Gebäude und gestalteten das Gelände ansehnlicher. Weit über 100 Katzen und Hunde sowie Kleintiere beherbergt die Einrichtung zeitweilig. Jetzt haben „unüberbrückbare Differenzen“ dazu geführt, dass die 44-Jährige das Tierheim verlassen hat. Der Tierschutzverein habe sie zum 1. April entlassen, bestätigt Vorsitzende Julie Bordère. Der Vorstand sei nun auf der Suche nach Ersatz. Im günstigsten Falle bringe der Nachfolger eine Ausbildung zum Tierpfleger oder Tierarzt mit, so Bordère. Über die internen Querelen, die zum Weggang von Andok geführt hätten, wolle sie nichts sagen.
Auslöser für die massive Kritik durch die Vereinsmitglieder war wohl die Entscheidung Andoks vor einiger Zeit gewesen, einen gefährlichen Hund einschläfern zu lassen. Das bestätigt der Leiter des städtischen Veterinärdienstes, Siegfried Rempfer. Bei ihm hatte sie sich Rat geholt. Es habe sich um ein Tier gehandelt, dass trotz Versuche auch nach über drei Jahren nicht vermittelt werden konnte. Der Entscheidung, das Tier einzuschläfern, sei eine Beißattacke vorangegangen. Eine städtische Mitarbeiterin habe das Tier begutachtet. Die Entscheidung liege aber immer beim Tierheim, erklärt Rempfer.
Er habe Andok als jemanden kennengelernt, der in solchen Entscheidungen „eher zurückhaltend“ gewesen sei. Es habe sich sicher nicht um eine fahrlässige Entscheidung gehandelt. Denn letztlich hafte sie als Leiterin. Ihn habe die Reaktion des Vereins daher sehr überrascht, sagt Rempfer. Ein Mitglied hatte Beschwerde eingelegt.
Die Zusammenarbeit der Stadt mit Andok sei über alle die Jahre etwa bei der Unterbringung von beschlagnahmten Tieren, gut gewesen. Rempfer sorge sich jetzt darum, dass das Ansehen der Einrichtung leide. Gleiches befürchtet Andok, für die am wichtigsten ist: „Das ist eine Super-Mannschaft mit etwa 20 Mitarbeitern und der Betrieb läuft weiter. Das ist die Hauptsache.“
Die Pforzheimer Tierärzte hatten in den vergangenen Jahren so gut wie nichts mit der Einrichtung zu tun. Das bestätigt dessen Sprecher Dirk Mahler. Da seien Ärzte von außerhalb beschäftigt gewesen oder die eigenen angestellten Tierärzte. Für einen Kollegen stellt sich an diesem Beispiel ein grundlegendes Dilemma dar: Es gebe immer Hardliner, die alle Tiere retten wollten. Das entspreche aber einfach nicht der Realität. Die Tierheimleitung müsse dann möglicherweise etwas entscheiden, dass zu Verwerfungen fü
Autor: Martina Schaefer






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Leserkommentare (21)
Mehr KommentareMehr Infos bitte dazu liebe PZ. mehr...
Mehr Infos wären nicht schlecht. Andererseits auch egal. - Die Entscheidung war mehr als überfällig. Wer die 'Dame' etwas näher kennt... mehr...
[QUOTE=Grottenmolch;153061]Mehr Infos wären nicht schlecht. Andererseits auch egal. - Die Entscheidung war mehr als überfällig. Wer die 'Dame' etwas näher kennt...[/QUOTE] Was sind denn die 'überfalligen' Entscheidungen ? mehr...