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11.09.2010

Universität Tübingen soll Imame ausbilden

MÜNCHEN/STUTTGART. Baden-Württemberg soll nach einem „Focus“-Bericht das erste Bundesland werden, in dem mit Unterstützung der Bundesregierung Imame für die Moscheen ausgebildet werden. Intern sei bereits die Entscheidung gefallen, dass die Universität Tübingen künftig „Islamische Studien“ anbieten wird, schreibt das Magazin unter Berufung auf die Stuttgarter Landesregierung.

Dort sollen Muslime islamische Theologie studieren, um sich auf die Arbeit als Vorbeter für die Moschee, aber auch als Pädagoge oder Sozialarbeiter, vorzubereiten. Die Gutachterkommission des Wissenschaftsrates empfiehlt den Angaben zufolge Tübingen. Die Universitäten Freiburg und Heidelberg hatten sich ebenfalls um den Studiengang beworben. Gut 600 000 Muslime leben im Südwesten. Die regionalen muslimischen Verbände hatten sich in einem Brief an Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) für Tübingen ausgesprochen. Die Ausbildung islamischer Theologen habe gute Chancen, noch dieses Jahr zu starten. Bundesweit sind weitere Studienorte für islamische Theologen geplant.