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Kieselbronn II kämpft, doch es reicht nicht. Zuletzt trat die stark personell gebeutelte Mannschaft um Marc Nonnenmacher (am Boden, hier gegen Zaisersweiher) nach der Pause bei den Sportfreunden Mühlacker nicht mehr an. Foto: Ripberger
Kieselbronn II kämpft, doch es reicht nicht. Zuletzt trat die stark personell gebeutelte Mannschaft um Marc Nonnenmacher (am Boden, hier gegen Zaisersweiher) nach der Pause bei den Sportfreunden Mühlacker nicht mehr an. Foto: Ripberger
29.11.2016

Auf Ballhöhe: Zwei Spielabbrüche: Keine Kraft und keine Sicht

Ein Spielabbruch im Fußball ist zum Glück nicht der Normalfall. Im Fußballkreis Pforzheim gab es jetzt gleich zwei. In einem Fall konnte ein Team physisch nicht mehr mithalten, im anderen Fall konnten beide Teams inklusive Schiedsrichter nichts mehr sehen. In seiner Kolumne „Auf Ballhöhe“ hat PZ-Redakteur Dominique Jahn nachgefragt, warum in beiden Fällen der Pfiff zum Ende des Spiels viel früher als erwartet erfolgte.

Kieselbronn II geht in der Halbzeit k.o.

Das gibt es auch nur selten: ein Team, das heillos unterlegen ist, nach der Halbzeit einfach nicht mehr antritt und damit viele verwunderte Zuschauer hinterlässt. So geschehen am Sonntag in der Kreisklasse A1. Die Spieler des 1. FC Kieselbronn II lagen bei den Sportfreunden Mühlacker zur Pause mit 0:7 zurück und gingen dann duschen.

Was war denn da los? FCK-Spielleiter Matthias Lajer klärt auf: „Wir sind mit dem letzten Aufgebot, mit nur elf Mann, nach Mühlacker gefahren. Während der ersten Halbzeit musste nach 30 Minuten der erste Spieler angeschlagen raus, in der Pause hat dann auch noch unser Spielertrainer Tuncay Yavuz (Alexander Freygang hat vor ein paar Wochen aufgehört, Anm. d. Red.) signalisiert, dass es bei ihm nicht mehr geht. Als dann auch noch ein weiterer Spieler meinte, er könne keine 90 Minuten durchspielen, wären wir irgendwann mal nur noch zu acht auf dem Feld gestanden. Also haben wir dem Schiedsrichter vorgeschlagen, das Spiel doch abzubrechen. Das hat er dann nach Rücksprache mit dem gegnerischen Trainer auch getan.“

Für die Sportfreunde, bei denen Sascha John sein Heimdebüt als Trainer feierte, ging dadurch wohl ein noch besseres Torverhältnis flöten. Wird ihnen jetzt nur ein 3:0-Sieg gut geschrieben? Normalerweise bei einem Spielabbruch schon. Es sei denn – so steht’s im Regelwerk – der Spielstand ist bei einem Abbruch günstiger für das betroffene Team. Keine Angst also, es wandern also alle sieben Tore aufs Konto der Senderstädter.

Frage an die Kieselbronner: warum haben sie aufgrund der Personalnot nicht im Vorfeld das Spiel abgesagt?

„Das mussten wir schon in der vorigen Saison. Ein zweites Mal kam für uns nicht in Frage“, erklärt Lajer. Der Spielleiter des Schlusslichts (0 Punkte/10:75 Tore) hat – verständlicherweise – die Hoffnung auf den Klassenerhalt schon aufgegeben. Dennoch sagt er: „Wir wollen die Saison aber ordentlich zu Ende spielen.“ In der Winterpause soll der Kader mit einigen A-Jugendlichen aufgefüllt werden. „Vielleicht können wir in der Rückrunde noch den ein oder anderen Punkt holen.“

Spielabbruch: Neue Chance für Grunbach

Nicht nur in Mühlacker, sondern auch in Grunbach gab es am Wochenende einen Spielabbruch – allerdings hier durch höhere Gewalt.

Über den hoch gelegenen Ort Grunbach ziehen zu dieser Jahreszeit schon mal öfter dichte Nebelschwaden und tauchen unter anderem den Sportplatz bei den „sieben Eichen“ in eine mystische Stimmung. Am Sonntag in der Kreisliga-Partie zwischen dem heimischen TSV und Wurmberg-Neubärental war die Sicht ab der 50. Minute dann aber so eingeschränkt, dass der Schiedsrichter die Begegnung abbrechen musste. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste mit 2:0.

Wie geht’s nun weiter? Wird die Partie neu angesetzt und ab der 50. Minute einfach fortgesetzt?

Ganz klar: Laut Reglement wird das Spiel neu angesetzt, für beide Mannschaften geht es aber wieder bei Null los. Ärgerlich für Wurmberg, eine neue Chance für Grunbach!

FSV Eisingen setzt weiter auf sein Trainerduo

Die Herbstmeisterschaft ist eingetütet und alles sieht danach aus, als würde der FSV Eisingen auch am letzten Spieltag in der Kreisklasse B1 ganz oben in der Tabelle stehen. Zu dominant ist der FSV und bisher kann nur die SK Hagenschieß Schritt halten.

Mit der Arbeit des Spielertrainerduos Timo Penzinger und Tobias Herzog ist man in Eisingen hochzufrieden, so dass der Verein jetzt schon die Weichen fürs kommende Jahr gestellt hat und vorzeitig mit beiden um eine weitere Saison verlängerte. Ausschlaggebend sei, so Vorstand Uli Waibel und Spielleiter Uwe Elsäßer unisono, die einhellige Meinung im Verein gewesen, „dass die Trainer mit ihrer umsichtigen Art, der sportlichen Leitung und Führung der Mannschaft eine ausgezeichnete Arbeit abliefern. Zudem kommen sie bei der Mannschaft sehr gut an und sind auch mit ihren Leistungen auf dem Platz vorbildlich.“ So hat Timo Penzinger in der laufenden Runde schon elf Saisontore für die Grün-Weißen erzielt.

Doch nicht nur der B-Ligist auch die Trainer sind zufrieden. „Wir wollen in der Rückrunde und dann in der neuen Spielzeit den eingeschlagenen Weg weitergehen und unseren Beitrag zur weiteren positiven Entwicklung leisten“, blickt Spielertrainer Timo Penzinger schon mal voraus.