
MÜHLACKER. Dem Verkauf des alten Rathauses im Stadtteil Großglattbach hat gestern Abend der Mühlacker Gemeinderat einhellig zugestimmt. Die städtischen Einrichtungen, wie Verwaltungs-Außenstelle, Kinderbücherei und Arztzimmer, werden in das erste Obergeschoss des aktuell in Sanierung befindlichen Gebäudes Ritterweg 21 (alte Schule) verlegt. Bürgermeister Winfried Abicht unterstrich in der Diskussion im Gemeinderat, dass die Sanierung des Ritterwegs 21 den Steuerzahler 1,4 Millionen Euro koste. Mit dem Verkauf des alten Rathauses entfalle die Notwendigkeit, ein weiteres städtisches Gebäude in Großglattbach aufwendig zu sanieren. Stattdessen fließe Geld in die strapazierte Stadtkasse. Alle Fraktionen signalisierten Zustimmung, wenngleich noch Diskussionsbedarf zum Verkaufspreis und anderen Finanzdetails signalisiert wurde. Ein Großglattbacher hat ein konkretes Kaufinteresse. Womöglich entsteht im Erdgeschoss des alten Rathauses ein Cafe.
Während Günter Bächle (CDU) den Vorgang nicht als Vorlage für die anderen Stadtteile verstanden wissen will, sagte Roland Peter (SPD), dass es sich um eine strukturelle Neuausrichtung handele: „Wir erwarten weitere Vorschläge.“ Rolf Leo (FW) betonte, dass die Großglattbacher statt eines Rathauses nun ein Bürgerhaus bekämen. Die Entscheidung sei ein Einzelfall. Leo: „Es geht uns heute nur um Großglattbach.“ Ulrike Fuchs (LMU) sprach von einem „guten Konzept“, Dr. Jens Hanf (FDP) von einer prekären Finanzlage, die den Verkauf nötig mache. mar



