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Anstatt   der geplanten Buswendeschleife am Maulbronner Westbahnhof fordert die Bürgerinitiative „Maulbronn am Zug“ die Anbindung an das Pforzheimer Stadtbahnsystem per Bahn.
Anstatt der geplanten Buswendeschleife am Maulbronner Westbahnhof fordert die Bürgerinitiative „Maulbronn am Zug“ die Anbindung an das Pforzheimer Stadtbahnsystem per Bahn.
© PZ-Archiv

Bürger wollen nicht aufs Abstellgleis

MAULBRONN. In die Klosterstadt kommt Bewegung. Während die Bürgerinitiative „Maulbronn am Zug“ die Anbindung an das Pforzheimer Stadtbahnsystem fordert, plant der Gemeinderat den Ausbau des Busverkehrs.

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Die Bürgerinitiative „Maulbronn am Zug“, die sich seit rund einem Jahr für die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) einsetzt, hält dies für den falschen Weg und macht in der Diskussion ein neues Fass auf. Anstatt 100 000 Euro für eine „völlig überflüssige Wendeschleife“ am Maulbronner Westbahnhof auszugeben, soll sich die Stadtverwaltung nach Meinung der Sprecherin Dorothee Lewis darum kümmern, dass „werktägliche Zugverbindungen zum Maulbronner Stadtbahnhof in die Planungen aufgenommen und in den zukünftigen Takt eines Pforzheimer Schienenverkehrssystem integriert werden“.

Busverkehr auf der Tagesordnung

In einer Sitzung im April will der Maulbronner Gemeinderat über die Verbesserung des Busverkehrs diskutieren. Für die geplante Buswendeschleife am Maulbronner Westbahnhof wurden die erforderlichen Mittel bereits im Haushaltsplan 2010 bereitgestellt (die PZ berichtete).

Es besteht Konsens im Gemeinderat, dass der ÖPNV verbessert werden muss. „In Maulbronn bietet sich derzeit keine Alternative zum Ausbau des Busverkehrs“, sagte Friedrich Esenwein (CDU) gestern zur PZ. Der von der Bürgerinitiative geforderte reguläre Bahnverkehr auf der Stichstrecke könne ohne hohe Investitionen nicht stattfinden.

Dieser Meinung schloss sich auch Stadtrat Albert Kärcher (BWV) an. „Um einen ersten Schritt zu tun, nämlich den Westbahnhof trotzdem anzubinden, ist folglich der Bau einer Wendeschleife absolut notwendig.“ Bislang existiere diese Schleife jedoch nur im Planansatz, betonte Walter Schäfer (SPD). Es sei noch nicht absehbar, was die Entwicklung neuer Fahrpläne mit sich bringe. Geplant sei jedenfalls auch der Ausbau des Pendelverkehrs auf dem Stichgleis – zumindest für touristische Zwecke.

Pforzheim und Enzkreis diskutieren derzeit im Rahmen des Ausbaus der Strecke zwischen Ittersbach und Pforzheim auch die Einrichtung eines 15-Minuten-Taktes von Pforzheim nach Mühlacker. „Mühlacker darf nicht die Endstation eines zukünftigen Pforzheimer Stadtbahnsystems werden“, äußerte Klaus Fritz von der Bürgerinitiative besorgt. Man fürchte, „eine Fahrt aufs Abstellgleis“. „Maulbronn muss auf diesen Zug aufspringen“, forderte auch Stadtrat Peter Wilhelm (LMU).

Takt nach Mühlacker verdichten

Die Idee: Die Kulturbahn aus Tübingen solle von Pforzheim aus nach Maulbronn weiterfahren. „Damit könnten wir uns an den Großraum Pforzheim ankoppeln, wo die größten Pendlerströme aus Maulbronn hinfließen“, äußerte Wilhelm. Damit könne der Takt Richtung Mühlacker verdichtet werden. Skeptisch steht der Stadtrat hingegen dem geplanten Buskonzept gegenüber: „Ein Zubringer zum Westbahnhof ist keine gute Option. Mit jedem Umsteigen sinkt die Akzeptanz der Verbindung bei den Fahrgästen.“

Autor: Anke Baumgärtel

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