

KNITTLINGEN. Mängel an den städtischen Gebäuden, in denen der Kindergarten Kleinvillars und der Kindergarten Esselbachstraße untergebracht sind, werden in Knittlingen mit Zuschüssen aus dem Konjunkturpaket II behoben. Einige unangenehme Überraschungen sind laut Architekt Patric Göhner während der seit Januar andauernden Bauarbeiten am evangelischen Kindergarten Esselbachstraße ans Licht gekommen.
Wurmzerfressene Balken, Feuchtigkeitsschäden oder ein im Dach endendes Rohr, aus dem Kanalgase entwichen und die Dämmung zerfraßen, waren im Zuge der Dacherneuerung des fast 110 Jahre alten Gebäudes zu bewältigen. Ein „kunterbuntes Gemisch an gesunden und weniger gesunden Sachen“ sei, einst als Dämmmaterial verwendet, zutage gefördert und entfernt worden.
Das Fassadenkonzept wolle man aufgrund der vorgefunden Bausubstanz verändern, kündigte der Architekt gegenüber dem Gemeinderat an. Die Idee, eine Gaube mit bis zum Boden reichenden Fenstern zur Straßenseite hin zu schaffen, wurde begrüßt. „Das gibt einen der schönsten Räume des Kindergartens“, prophezeite Göhner. Sowohl für die Kinder, die dann rausgucken können, als auch durch die ins Gebäude strömende Helligkeit. Göhner betonte, es handle sich um eine „absturzsichere Verglasung“. Die rund 190 000 Euro kostende Maßnahme bleibe auch durch die Veränderungen im Kostenrahmen, hielt Bürgermeister Heinz-Peter Hopp fest. Zusatzkosten von rund 1500 Euro seien vertretbar. Diese werden notwendig, weil durch eine weitere Verglasung im oberen Stockwerk Heizkörper verlegt werden müssen. Bis Juni oder Juli sollen die Bauarbeiten laut Architekt abgeschlossen sein. Die Kinder und Erzieherinnen wird es freuen. Während der Bauphase läuft der Betrieb in den unteren Räumen des Kindergartens weiter. Aktuell vergab der Gemeinderat Arbeiten für beide Kindergärten an Firmen in Knittlingen und Bretten. Positiv vermerkte Stadtrat Martin Reinhardt (CDU), dass durch die jeweils erfolgte beschränkte Ausschreibung „die Wertschöpfung im Ort bleibt“.
Autor: nadine schmid



