

Sternenfels-Diefenbach. Schwangere in Not finden auf dem Füllmenbacher Hof in Diefenbach Hilfe. Eine junge Mutter erzählt von ihren Erfahrungen in der heilsamen Umgebung.
Manchmal geht das Leben Wege, die nicht geplant oder vorgesehen waren. So erging es Sabine M. (Name geändert). Bei ihrer Wanderung zu Fuß von Dresden in die Pyrenäen lernte sie vergangenes Jahr im Kraichgau auf einem Rastplatz ihren jetzigen Lebensgefährten kennen, lieben und wurde unerwartet schwanger. Keine Bleibe, zu wenig Geld und die Frage, was jetzt kommen sollte, brachte die 33-Jährige über einen Frauenarzt in Birkenfeld auf den Füllmenbacher Hof in Sternenfels-Diefenbach. Dort kümmert sich die Hebamme und Elternberaterin Bettina Schiebel mit ihrem Mann Norbert seit sieben Jahren auf der Grundlage der Anthroposophie um die Landwirtschaft, Pflegekinder, Hilfsbedürftige und um Schwangere in Not.
„Ich glaube an die Mutter Natur und habe mich auf dem Füllmenbacher Hof wohl gefühlt“, berichtet Sabine M.. Als sehr lehrreich beschreibt sie die sechs Monate, die sie im vergangenen Jahr dort bis zur Geburt und danach verbracht hat. „Mein Sohn ist ein großes göttliches Geschenk“, sagt sie und ist dankbar für den Babykurs und die liebevolle Atmosphäre in herrlicher Natur, in der sie auf den Umgang mit ihrem Kind vorbereitet wurde.
„Ein Teil der Anthroposophie passt zu mir, aber nicht alles“, sagt sie. Und auch die Hausgeburt war ganz nach ihrem Geschmack. Ohne Stress und Hektik konnte Sabine M. dabei in ihrem eigenen Tempo bleiben und entspannt ihr Kind auf die Welt bringen. Am liebsten wäre sie dabei sogar im Freien gewesen, sagt sie. Leider habe es geregnet, so dass dies nicht möglich war. Und ein Blumenstrauß am Bett und Geschenke der Familie zur Geburt hätten ihr ein behagliches Gefühl gegeben. Den Füllmenbacher Hof werde sie nie vergessen, allein schon deshalb, weil sie dort ihr erstes Kind zur Welt brachte, berichtet die glückliche Mutter.
Weitere Informationen zu diesem Thema am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“.
Autor: Ilona Prokoph






