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Gemeinsam informiert:  Anette Leitner, Senderstädter Wirtschaftsbeauftragte, Thomas Walter, stellvertretender Geschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, Jörg Fuchs, Berater bei der Handwerkskammer Karlsruhe und der Mühlacker OB Frank Schneider (von links).
Gemeinsam informiert: Anette Leitner, Senderstädter Wirtschaftsbeauftragte, Thomas Walter, stellvertretender Geschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, Jörg Fuchs, Berater bei der Handwerkskammer Karlsruhe und der Mühlacker OB Frank Schneider (von links).
© Baumgärtel

Gut informiert beim regionalen Gründertag im Mühlacker Rathaus

MÜHLACKER. Dass es bis zur Selbstständigkeit einige Hürden zu überwinden gibt, darüber sind am Donnerstag die 43 Teilnehmer des regionalen Gründertags im Sitzungssaal des Mühlacker Rathauses belehrt worden.

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„Nicht jeder ist als Existenzgründer geeignet“, warnte Jörg Fuchs, betriebswirtschaftlicher Berater bei der Handwerkskammer Karlsruhe, in seinem Vortrag die Zuhörer aus Mühlacker, Pforzheim und dem Enzkreis, die den Ratssaal füllten. Neben fachlicher Kompetenz zähle insbesondere die eigenen Persönlichkeit.

Wer nicht belastbar und flexibel sei, sei wenig geeignet für die Führung eines eigenen Unternehmens, äußerte der Mitarbeiter der Pforzheimer Außenstelle. Zumal die Neugründung mit einigen Risiken verbunden ist. „Zunehmend schwieriger gestaltet sich die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern“, gab der Berater zu bedenken. Es gelte strategisch vorzugehen. „Unternehmer entscheiden nicht aus dem Bauch heraus, sie haben einen Plan.“

Gründungskonzept vorgestellt

Wie genau dieser Plan aussehen kann, darüber informierte Thomas Walter, stellvertretender Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald. Ziele und Kostenrahmen müssen laut seinen Ausführungen fixiert sein. „Ohne Gründungskonzept gibt es keine Finanzierung“, weiß der Bereichsleiter von Starthilfe und Unternehmensförderung bei der IHK. Während das Risiko der Selbstständigkeit gleich geblieben sei, haben sich die Bedingungen bei den Geldinstituten in Anbetracht der Wirtschaftslage verschärft.

„In der heutigen Zeit ist es wichtig, gut abzuwägen, ob man den Schritt in die Selbstständigkeit wagt“, sagte auch Oberbürgermeister Frank Schneider. Erfreut sei er jedoch, wenn sich der ein oder andere für die Existenzgründung entscheide: „Vielleicht zählen Sie dann bald zu den über 600 Betrieben, die Ausbildungsplätze im Enzkreis derzeit anbieten können.“

Um genügend Zeit für individuelle Fragen zu lassen, hatten die veramstaltenden Wirtschaftskammern gemeinsam mit der Senderstadt erstmals für Informations-Stände im Foyer des Rathauses gesorgt.

Eigenkapital notwendig

Konkret über Förderdarlehen und Bürgschaften konnten sich die potenziellen Existenzgründer bei der Sparkasse Pforzheim-Calw, der Volksbank Pforzheim und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg beraten lassen. Da sich unter die Teilnehmer einige Arbeitslose gemischt hatten, war auch die Agentur für Arbeit vor Ort. Zudem informierten der Gründer- und Unternehmertreff Mühlacker, der 2007 ins Leben gerufen wurde, und der Verein Senioren helfen Junioren. „Wir können heute ein breites Netzwerk an Ansprechpartnern bieten“, lobte OB Schneider.

Autor: Anke Baumgärtel

15.04.2010
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